Nach Ankunft zuhause am 30.10.2025 verbringe ich erst mehrere Stunden im Bett, bevor ich mich in das dieses Jahr neu eröffnete Privatkrankenhaus begebe. Dort herrscht wenig Andrang und ich komme gleich dran. Der Arzt untersucht mich gründlich und geht davon aus, daß irgendein Problem mit den Ohren die Symptome verursacht. Er verschreibt mir 2 Medikamente und verordnet mir Ruhe. Normalerweise sollte die nächsten 2-3 Tage eine Besserung eintreten. Ich bezahle insgesamt 1.205.- THB und bekomme vorsorglich einen Folgetermin für den 02.11.2025.
Am 31.10.2025 verbringe ich den ganzen Tag im Bett. Ich habe immer noch starke Kopfschmerzen, mir ist schlecht und ich habe keinerlei Appetit. Gegen Abend tritt eine leichte Besserung des Schwindelgefühls ein. Ich vermute neben dem Schwindel noch ein weiteres Problem (evtl. COVID-Infektion leichter Verlauf) gehabt zu haben. Ich kann dies aber nicht belegen, da ich keinen Test gemacht habe.
Am 01.11.2025 ist eine deutliche Besserung eingetreten und das Schwindelgefühl tritt nur noch leicht, bei starken schnellen Körper- bzw. Kopfdrehungen auf. Den Folgetermin habe ich abgesagt, bei Verschlechterung werde ich das Krankenhaus wieder ohne Termin aufsuchen.
Nachdem bis zum heutigen 06.11.2025 keine weitere Besserung aufgetreten ist, habe ich am Mittag erneut das Krankenhaus aufgesucht. Gleicher Arzt (Allgemeinmedizin), vom ersten Besuch, wollte mich vertrösten und ich solle noch abwarten. Ich bat um weitergehende Untersuchungen eines Spezialisten und er überwies mich daraufhin an einen HNO-Arzt im Hause.
Dieser sehr junge Arzt wollte nach meinen Schilderungen, das ich zunächst ein Ruhe-EKG mache. Obwohl ich mir sicher war, daß mein Herz nicht die Ursache meines Problems war, stimmte ich zu. Das EKG war, wie von mir erwartet, völlig unauffällig. Im Anschluss machte er sehr ausführliche Untersuchungen und beobachtete dabei meine Augen sehr genau. Er war sich dann sicher, daß es sich bei mir um einen gutartigen Lagerungsschwindel, auch als gutartiger paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPV) bezeichnet handelt.
Er wird durch ein Problem im Innenohr verursacht. Das Innenohr enthält mit Flüssigkeit gefüllte Röhren, die sogenannten Bogengänge. Bei jeder Bewegung gerät die Flüssigkeit in diesen Röhren in Bewegung. Die Bogengänge reagieren sehr empfindlich auf jede Flüssigkeitsbewegung. Die Wahrnehmung dieser Bewegung informiert das Gehirn über die Körperposition und hilft so, das Gleichgewicht zu halten. BPPV tritt auf, wenn sich kleine, knochenartige Kalziumfragmente (sogenannte Tubensteine) lösen und im Tuba auditiva (BPPV) freisetzen. Dies führt zu Fehlwahrnehmungen der Körperlage im Gehirn.
Der Arzt führte dann manuell (während ich auf einer Liege saß bzw. lag) ein sogenanntes Epley-Manöver durch. Dabei werden durch eine Reihe von Kopfbewegungen die Bogengänge im Innenohr wieder in die richtige Position gebracht. Das war es dann auch schon und nach etwas mehr als 2 Stunden Krankenhaus (und Bezahlung von 1.800.- THB) verließ ich es mit einem guten Gefühl.
In den meisten Fällen heilt BPPV durch eine Behandlung aus. Manchmal kann der Schwindel nach einigen Wochen wieder auftreten. In etwa der Hälfte der Fälle kommt es später erneut zu einem Rückfall. In diesem Fall ist eine erneute Behandlung erforderlich. Auf das verschreiben von Medikamenten habe ich verzichtet, da sie lediglich evtl. weiter auftretende Symptome lindern, aber unwirksam gegen den eigentlichen Schwindel sind.
Dann hoffen wir mal das Beste liebe Leser und das dies der letzte Post in diesem Reisebericht war. Ansonsten bin ich, falls nicht unvorhergesehenes geschieht, wieder spätestens Ende November auf Reisen.


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