Wenn ich auch um kurz nach 06:00 Uhr aufwache, habe ich super geschlossen und hatte die Nacht über keine Störungen wahrgenommen. Da ich so früh wach und ausgeruht bin, schaffe ich es auch als Erster um 07:00 Uhr zum Frühstück.

Im Erdgeschoß ist direkt am Eingang zum Hotel auf beiden Seiten ein kleines Buffet aufgebaut. Wahrend links die Getränke stehen, sind rechts warme Gerichte aufgebaut.

Da es draußen geregnet hat bzw. noch immer leicht tröpfelt, muss ich aufpassen, dass ich mich nicht auf einen nassen Stuhl setze.

Der Kaffee, der frisch aufgebrüht ist und zu dem es auch Frischmilch gibt, schmeckt ganz gut und auch das sonstige Frühstück ist ok für mich und völlig ausreichend.

Auf dem Weg zum Big C Mini Supermarkt, wo ich mir Guthabenkarten für mein SIM-Karte kaufen will, fällt mir heute (obwohl ich gestern hier auch schon vorbeigelaufen bin), dieses Büro der Europäischen Union auf. Nach den Verträgen von Lissabon ist die EU in 140 Ländern mit sogenannten Delegationen präsent. Hier befindet sich die Delegation in Laos, mit ca. 40 Mitarbeitern.

Die bei Shopee gekaufte SIM-Karte beinhaltete ein Datenpaket 30 GB innerhalb von 15 Tagen. Bei einer Guthabenabfrage stellte ich fest, dass die Karte auch aktuell noch 15.000.- Kip Guthaben hatte. Ich habe dann im Supermarkt Guthabenkarten für noch insgesamt 30.000.- Kip (1 X 10K und 1 X 20K) gekauft. An den Karten rubbelt man die entsprechenden Felder (siehe Bild unten rechts) frei und gibt den Code jeweils in der Handy App (oder über Kurzzeichen direkt) ein.

Man bekommt dann kurz danach eine SMS, in der die Aufladung bestätigt wird. Nachdem das Guthaben der Karte gutgeschrieben war, habe ich ein weiteres Datenpaket für 40.000.- Kip (weniger als 2.- Euro) mit 30 GB innerhalb von 15 Tagen in der App gekauft. Das Internet ist hier schon verdammt günstig, nur mal so nebenbei bemerkt. Dieses Datenvolumen wird aufaddiert und jetzt habe ich wieder 36 GB zur Verfügung, was bis zum Rückflug reichen müsste. Nach einem Stop bei Cafe Amazon laufe ich zur Zentralen Bus Station und komme am Nam Phou Brunnen vorbei, der aber nicht angeschaltet ist.

Mein nächster Stop auf meinem Weg, lässt mich kurz am Präsidentenpalast Halt machen. Fotos darf man nur von außen machen, auch wenn der Präsident hier nicht wohnt. Der Palast ist der Sitz einiger Büros und wird außerdem zu offiziellen Staatsempfängen genutzt.

Am Zentralen Busbahnhof ist es wie auf allen Bahnhöfen Asiens sehr umtriebig. Viele Menschen die Durcheinander laufen und von links und rechts bekomme ich immer wieder Rufe: Where do you go? Where you want go? Mittlerweile reagiere ich nur noch selten auf solche Fragen, außer ich brauche wirklich in diesem Moment ein Transportmittel. Die Haltestellen sind für meinen Geschmack sehr unübersichtlich, aber ich finde eine Stelle, an der die Abfahrtzeiten des Airportshuttle angezeigt sind.
Direkt gegenüber des Bahnhofes befindet sich der Talat Sao, ein Morgenmarkt der täglich von 07:00 bis etwa 16:00 Uhr geöffnet hat. Der Markt ist zweistöckig und ein beliebtes Touristenziel. Der Markt besteht aus vielen kleinen Geschäften, an denen es alles Mögliche zu kaufen gibt.

Da ich unbedingt einen neuen Gürtel für meine Jeans kaufen will, schaue ich mich hier danach um. Ich sehe einen schlichten schwarzen Gürtel an einem Stand und schon werde ich von der Verkäuferin zugetextet. Was sie dafür will frage ich sie. Sie tippt auf ihrem Taschenrechner 450.000.- und denkt, dass sie es mit mir machen kann. Ich schaue sie lachend an und sage ihr, dass das (mehr als 20.- Euro) viel zu teuer ist. Daraufhin drehe ich mich um und laufe weiter. Plötzlich ruft sie 150.000.- hinter mir her. Was eine Frechheit, ungeachtet dessen ob es echtes Leder oder ein Imitat ist (was mir egal ist), erst den 3-fachen Preis aufzurufen. Da würde ich auf keinen Fall mehr was kaufen und wenn ich es geschenkt bekäme. Unmittelbar neben diesem Laden gibt es noch eine kleine Wechselstube. Ich habe zwar noch etwas Kip von meiner letzten Bargeldabhebung am Automat in Boten und ich denke nicht, dass ich noch viel brauche, trotzdem will ich hier noch 20 US$ umtauschen. Wenn ich am Mittwoch noch zu viele Kip habe, bekomme ich sie nicht mehr los.

Der Kurs (1US$ = 19.688 Kip) ist nicht der Allerbeste, aber ganz in Ordnung und es fällt keine Abhebegebühr an. Man muss nur dieses Formular ausfüllen, den Reisepass selbst wollen sie garnicht sehen. Draußen ist es schon wieder total heiß und ich schwitze genauso stark, als ob ich mein Gepäck dabei hätte. Nicht so weit entfernt von meiner Unterkunft ist die Nationale Kulturhalle von Laos.

Sie verfügt über ein Auditorium mit 1.500 Sitzplätzen, zwei Konferenzräume und eine große Lobby, die für Kunstausstellungen genutzt wird. Die Kulturhalle ist die einzige große Konferenzeinrichtung in Laos und ist nur während Veranstaltungen für Besucher geöffnet. Die bis dato. wichtigste Veranstaltung, die hier bisher stattgefunden hat, ist die Rede von Ex-Präsident Obama am 05.09.2016 im Rahmen einer Randveranstaltung zeitgleich mit dem ASEAN-Gipfel in Vientiane im Jahre 2016. Direkt gegenüber des Einganges befindet sich eine Bushaltestelle mit einem Wartehäusschen. Die Haltestelle heißt „National Culture Hall“ (wenn wundert es), hier hält auch der Shuttle Bus zum Flughafen und es ist weit näher zu meiner Unterkunft, als der Busbahnhof.

Als ich dann entlang der Fahrtroute des Airport Busses weiterlaufe stelle ich fest, dass die nächste Haltestelle „Center Point Area“ (leider von einem Auto zugeparkt und kein besseres Bild möglich) in unmittelbarer Nähe meiner Unterkunft und von dort in 2 Minuten zu Fuß erreichbar ist.

Diesen 2-seitigen Flyer habe ich auf der Facebook Seite des Unternehmens gefunden. Neben den Abfahrtzeiten bzw. Haltestellen, sonstigen Informationen, ist auch der Fahrpreis (40.000.- Kip für Erwachsene) vom Busbahnhof zum Flughafen genannt.


Aus diesem Flyer habe ich die genauen Abfahrtzeiten des Busses von der Haltestelle A7 „Center Point Area“ markiert.

Nachdem dies nun geklärt wäre, besuche ich rechtzeitig zum Mittagessen, den (vermutlich) Thailändischen Essensladen um die Ecke und esse heute Kana Moo Krob, was soviel bedeutet wie Chinesischer Broccoli mit gegrilltem Schweinebauch.

Heute ohne Spiegelei, dann ich schon 2 zum Frühstück hatte. Das Essen kostet 35.000.- Kip, für das Soda Wasser werden 10.000.- Kip in Rechnung gestellt. Die vermeintliche Uferpromenade ist ganz schön weit vom Mekong entfernt. Und hier ist im Moment noch überhaupt nichts los.

Dies soll sich aber am Abend deutlich ändern, denn hier findet der tägliche Vientiane Night Market statt. Es ist kurz vor 18:00 Uhr, als ich dort eintreffe.

Hier gibt es allen möglichen Ramsch, aber hauptsächlich Klamotten, wie zum Beispiel Hosen und T-Shirts für 20.000.- Kip …..

….. oder Schuhe für 25.000.- Kip.

Während es auf dem Nachtmarkt in Luang Prabang auch Kunst und Handwerkliches gab, hat das hier mehr so den Flair eines Flohmarktes. Wenn ich mich richtig erinnere hatte ich das letzte Mal in Vientiane etwas Indisches zu Essen. Auch heute gelüstet es mir danach, zumal Indisch hier viel viel billiger als in Deutschland ist. Gegenüber eines Indischen Restaurants wird an an einem Stand allerlei gegrilltes Fleisch, gegrillte Würste und gegrillter Fisch verkauft.

Ich möchte in den Laden mit dem Namen Dhaka (Hauptstadt Bangladesh) und nicht Little India daneben.

Als ich so vor dem Restaurant stehe, kommt plötzlich der Deutsche, mit dem ich im Minibus zum Bahnhof Luang Prabang gesessen bin, über die Straße gelaufen. Als ich ihm zurufe, sieht er mich und wir begrüßen uns. Nachdem sich herausgestellt hat, dass er am liebsten indisch isst, begleitet er mich zum Essen ins Restaurant. Da er Vegetarier ist, bestellt er sich was Vegetarisches, während ich ein einfaches Beef Curry bestelle.

Das Essen schmeckt sehr lecker und ist ertragbar scharf. Während des Essens unterhalten wir uns über Gott und die Welt und vor allem über unsere Reisen, die wir gemacht haben. Für hiesige Verhältnisse ist das Essen für mich heute Abend etwas teurer. Für das Curry, eine Portion Reis und einem Soda Wasser bezahle ich 123.000.- Kip, so um die 6.- Euro. Wir laufen dann noch ein bisschen in die gleiche Richtung, bevor wir uns verabschieden. Er fliegt morgen Mittag zurück nach Singapur, während ich noch einen Tag bleibe.


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