2018 – Das erste Mal Japan

Im Juni 2018 – Idee und Vorbereitungen

Mit den Ausschlag für eine Reise nach Japan gab auch meine Affinität zum Zug Fahren, die hinreichend bekannt sein dürfte. So möchte ich, wenn ich Tokio erkundet habe, möglichst viele Strecken während meines Trips mit den bekannten Shinkansen Zügen fahren.

Ich habe mir mal vorgenommen, dass ich den Städten Osaka, Kyoto und Hiroshima einen Besuch abstatten will, auch möchte ich unbedingt den Mount Fuji sehen.
Die Flüge nach Tokio und zurück sind ebenso gebucht, wie ich auch für die ersten 5 Tage ein Hotel in Tokio reserviert habe.
Eine genaue Route habe ich zum jetzigen Zeitpunkt, 3 Monate vor Beginn der Reise, noch nicht festgelegt.

 

17.09.2018 – Nicht mehr lange ….. und es geht los!

Jetzt ist es gerade mal noch knapp 1 Woche und dann kann der Trip starten.
In den letzten Wochen ist in Japan einiges Bedauerliches vorgefallen. Zum Einen gab es Anfang September den schlimmsten Taifun der letzten 25 Jahre mit Toten und vielen Verletzten, sowie starken Beschädigungen und Überschwemmungen. Ich habe gerade gelesen, daß der Flughafen in Osaka erst im Laufe der Woche wieder in Betrieb genommen werden kann. Unmittelbar nach dem Taifun gab es dann auch noch ein starkes Erdbeben auf Hokkaido.
Da haben mich die letzten Tage dann schon einige Leute gefragt: „Und da willst du hin?“
Ich bin diesbezüglich allerdings entspannt und hoffe natürlich, daß sich die Situation vor Ort bis zu meiner Ankunft wieder etwas entspannt hat.
Zwischenzeitlich habe ich wieder einiges im Internet auf den verschiedensten Seiten gelesen und habe in etwa einen Plan, wie ich vorgehen will.

Da ich auf keinen Fall Economy fliegen wollte und nur einigermaßen bequem und nicht schnell auf dem Programm stehen sollte, bin ich bei einem Umsteigeflug mit Vietnam Airlines hängen geblieben.
Für über 1200.- Euro geht es für mich in der Premium Economy von Frankfurt mit kurzen Stops in Hanoi/Vietnam nach Tokio Haneda Airport (HND) und wieder zurück.

Im Internet habe ich nur gutes über die Premium Economy bei dieser Fluggesellschaft gelesen. Die Flüge von und nach Deutschland sollen in einem Dreamliner (Boeing 787) und die Flüge nach Japan und zurück dann in einem Airbus A350 stattfinden.
Ich lasse mich mal überraschen und werde dann über alles berichten.

Zwischenzeitlich habe ich nun auch bei booking.com und bei Agoda alle Hotels auf meiner geplanten Route reserviert.
Nach 5 Übernachtungen in Tokio werde ich 2 Nächte in Hiroshima und danach 5 Nächte in Osaka übernachten.
Genauere Einzelheiten wie die einzelnen Hotels heißen, wieviel sie gekostet haben, Erfahrungen und Bilder usw. werde ich an den jeweiligen Reisetagen nachreichen.

Wichtig auf diesem Trip ist natürlich das Zug fahren, ins Besondere mit den einzigartigen Shinkansen Zügen. Nachdem ich mal die einzelnen Preise für die von mir geplanten Fahrten addiert habe, war ich mir nicht mehr sicher, ob sich für mich überhaupt ein Japan Rail Pass rentiert. Der 7 Tage Pass geht bei meinen Planungen nicht und der 14 Tage Pass ist evtl. teurer als die geplanten Fahrten.
Da es sich aber nicht viel nimmt und ich dann evtl. auch noch die ein oder andere Extrafahrt machen kann, habe ich mich doch für den Japan Rail Pass, 2. Klasse, 14 Tage, entschieden.
Bestellt habe ich ihn bei Japan Experiences für 353.- Euro plus 4.- Euro Versand als Einwurf Einschreiben und der Voucher war schon wenige Tage nach der Bestellung bei mir im Briefkasten.

Diesen Voucher muss man an einer der Umtauschstellen, von denen sich auch eine beim International Terminal in Tokio Haneda (Ankunftshalle bei der Tokio Monorail) befinden soll, in die Original Fahrkarte umtauschen. Damit ist es dann möglich sämtliche Japan Rail Züge (außer in den Shinkansen Nozomi und Mizuho) in ganz Japan in der 2. Klasse (inkl. kostenloser Reservierungen) zu nutzen. Der Pass gilt auch für die Tokyo Monorail, auf einigen Strecken der Aomori Railways, lokalen JR Bussen und auch für die JR Miyajima Fähre.
Das bedeutet das ich den Pass dann schon vom Flughafen benutzen kann, denn die Tokio Monorail verbindet den Flughafen Haneda mit dem Bahnhof Hamamatsucho, von wo man dann die berühmte Ringlinie Yamanote Line, die auch von JR betrieben wird, kostenlos nutzen kann.
Die Einzelfahrten sind hier zwar auch nicht sonderlich teuer, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Apropos teuer, der Japanische Yen steht im Moment auch nicht so schlecht, derzeit bekommt man für 1 Euro etwa 130 Yen.

 

23.09.2018 – Fahrt zum Flughafen Frankfurt/Main

Heute Morgen ging es schon früh raus, um 04:15 Uhr klingelte der Wecker. Ich bin dann auch schnell los gekommen und war auch schon um 5 Uhr auf der Autobahn Richtung Frankfurt. Obwohl mein Flug erst am Mittag geht, fahre ich schon so früh los, um noch Jemanden am Flughafen abzuliefern, dessen Flug am Morgen ab dem Terminal 1 geht.
Ich fliege ab Terminal 2 und komme auch dort wieder an, weshalb ich auch dort parke. Die letzten Male am Flughafen habe ich im Terminal 1 geparkt, aber Terminal 2 ist mir lieber, da die Wege viel kürzer sind und auch die Parkplätze breiter.
Nachdem ich meine Begleitung am Terminal 1 rausgelassen habe fahre ich zum Terminal 2 und wie immer auf die Parkebene 3 und suche mir einen breiten Parkplatz.
Ende Juni habe ich für die 14 Tage Parken 123,00 Euro bezahlt. Leider habe ich wegen zu kurzem Vorlauf nicht den vollen Rabatt bekommen.

Direkt bei der Parkreihe 315 ist die Türe zum Terminal und von da geht es direkt mit dem Fahrstuhl nach oben und man ist genau zwischen D und E.
Von hier mache ich mich auf den Weg zum Terminal 1, um meine Begleitung zu den Gates im Bereich B zu verabschieden.

Nachdem ich noch eine Zeit lang durch das Terminal 1 geschlendert bin, mache ich mich wieder auf den Weg zum Terminal 2 und nehme, wie auf dem Hinweg schon, den Skytrain, der die beiden Terminals verbindet.

Die selbstfahrenden Züge, die natürlich kostenlos sind, fahren alle paar Minuten und verbinden die Flugsteige A/B/C/Z mit den Steigen D/E. Eine andere Möglichkeit zum jeweils anderen Terminal zu kommen ist der Flughafen-Shuttle der direkt an den Ausgängen des Gebäudes losfährt.

Für die nächsten Stunden werde ich es mir im Terminal, oben bei McDonald´s gemütlich machen.

Seit dem Umbau ist das hier richtig schön geworden und es gibt genügend Platz zum Sitzen und auch Steckdosen, damit der Laptop einige Stunden laufen kann.

Normalerweise hat man von hier aus auch einen tollen Blick auf die startenden und landenden Flugzeuge. Heute leider nicht so toll, da es draußen schüttet und nicht so aussieht, als würde das die nächsten Stunden aufhören.

 

23.09.2018 – Abflug in Frankfurt/Main

Nachdem ich den Online Check-In gestern Mittag (geht bei Vietnam Airlines frühestens 24 Stunde vor Abflug) gemacht habe, kann ich meinen Rucksack nur noch am Bagage Drop-Off Schalter abgeben, falls es keinen bevorzugten Schalter für Premium Economy geben sollte.

Als ich gegen 10:30 Uhr zu den Check-In Schaltern von Vietnam Airlines komme, sind schon einige Leute am Warten. Ich denke das ist die Schlange für die Economy Class und ich werde mich da hoffentlich nicht einreihen müssen.

Wie in etwa erwartet gibt es für den Bagage Drop-Off nach Online Check-In einen extra Schalter und direkt daneben auch noch einen für die Premium Economy. Für beide Schalter gibt es im Moment eine Reihe und da steht nur ein Ehepaar vor mir und wartet.
Die Abfertigung geht etwas langsam oder man kann auch sagen gemütlich.
Die ältere Dame scheint das noch nicht so lange zu machen. Sie erklärt jedem Passagier jeden Schritt vom Schalter ins Flugzeug haarklein. Sicher nicht schlecht für Leute, die das erste Mal fliegen.

Ich hatte im Internet gelesen, dass Jemand der Premium Economy geflogen ist, gegen Aufzahlung von 8.- Euro in Lounge konnte, die normalerweise nur Business Class Gästen vorbehalten ist. Meine Frage, ob ich gegen Bezahlung vor dem Abflug in die Lounge kann, kann sie mir nicht beantworten. Sie meinte, ich solle in der Lounge fragen.
Auf meiner Boarding Card steht, dass ich spätestens um 12:55 Uhr am Gate D8 sein soll.

Also das mit dem Fragen direkt an der Lounge ist nicht so mein Ding, weshalb ich wieder zurück zum McDonald´s gehe. Ich habe noch die Gutschein Codes, die noch bis zum Mitte der Woche gültig sind.
Allerdings scheitere ich beim Versuch diese einzugeben, denn der Automat sagt, dass sie nicht gültig sind. Die Ursache habe ich aber schnell erkannt, es ist noch Frühstückszeit und da gibt es noch nicht alle Gerichte.
Um 11:30 Uhr ist es dann soweit und ich bekomme ein Menü mit Großer Cola, Große Pommes, 1 Big Mac und 1 Hamburger Royal TS für 8,49 Euro.
Nach dem Essen mache ich auf den Weg, den ich möchte nicht wegen einer riesen Schlange an der Sicherheitskontrolle zu spät kommen. Bei der automatischen Passkontrolle geht es schnurstracks und ohne irgendwelche Wartezeiten durch.

Von da mache ich mich auf den direkten Weg zur Sicherheitskontrolle. Hier sieht es schon anders aus. Allerdings keine riesen Schlange und am Monitor schreiben sie 5 – 10 Minuten Wartezeit.

Ganz gestimmt hat es nicht, aber nach 15 Minuten war ich durch und weiter ging es bis zum letzten Gate, D8. Als ich ankomme ist noch keine Schlange und ich suche mir für ein paar Minuten ein Sitzplatz. Nachdem das Gate geöffnet wird, bildet sich schnell eine Schlange und ich stelle mich hinten an.

Die Dame ist ziemlich forsch und nimmt sich das Handgepäck der überwiegend Vietnamesisch aussehenden Fluggäste vor. Viele Koffer hebt sie hoch und ermahnt: Das nächste Mal aber leichter. Die Gäste nicken alle.

Zwischenzeitlich haben sich auch 4 Zollbeamte in den Bereich nach dem Boarding begeben und machen bei Vietnamesisch aussehenden Passagieren Kontrollen. Sie fragen nach mitgeführtem Bargeld, welches nun die EU verlassen soll. Bei einigen werden auch die Taschen durchsucht. Von drinnen sieht man schon die draußen am Gate stehende Maschine.

Mittlerweile ist es schon einiges nach 13 Uhr, als eine Durchsage in Deutsch und Englisch kommt. Heute boarden wir nach Reihen. Als erstes können die Reihen 40 – 30 einsteigen. Außerdem können auch Eltern mit Kindern und Leute mit einem Handicap oder Rollstuhl einsteigen. Als die Durchsage dann auch noch auf Vietnamesisch kommt stehen noch mehr Leute auf und stellen den kompletten Zugang zum Gate zu.
Plötzlich kommt ein Mitarbeiter und ruft, Boarding ist Frei, sie können gehen und alles läuft total ungeordnet los. Dementsprechend lang ist die Schlange in der Röhre zum Flugzeugeingang. Allerdings ist es trotzdem kein riesen Ding und ich komme zügig in die Maschine. Die Premium Economy Class ist zwischen der Business und der Economy Class. Es gibt nur 5 Reihen (10 – 16, Reihe 13 gibt es nicht) mit der Bestuhlung 2 – 3 – 2.

Hier ist mein Sitz 11A am Fenster, meinen Rucksack habe ich schon mal abgestellt.

Das ist mal eine Beinfreiheit. Schon alleine aus diesem Grund lohnt sich der höhere Preis.

In der Sitztasche vor mir finde ich diese Hausschuhe und ein kleines Mäppchen, in dem sich Socken, Schlafmaske, Ohrstöpsel, Zahnbürste und Zahnpasta befinden.

Allerdings macht auch bei viel Komfort das Warten keinen Spaß, denn unsere Abflugzeit ist schon deutlich überschritten. Bei rausschauen aus dem Fenster sehe ich diesen Airbus A380 der Lufthansa, der gerade beladen wird.

Nach ewigem Rollen über den Flughafen bis zur Startposition geht es dann endlich los und es ist mittlerweile 14:50 Uhr als wir Abheben. Die ersten Minuten sind super windig und die Boeing 787-9 (auch Dreamliner genannt) wird kräftig hin und her geblasen. Die Flugzeit wird mit 10:30 Stunden angeben und ich mache es mir gemütlich mit Musik hören, Videos schauen und ein bisschen Schreiben, immer wieder unterbrochen durch Essen und Trinken. Nach ein paar Stunden Schlaf werde ich ziemlich grob geweckt.
Zum Einen wird das Flutlicht eingeschaltet und zum Anderen: Sir Breakfast? Ich sage: No, thank You! Antwort: Oh, I am sorry!
Ich kann dann noch ein bisschen dösen, aber richtig einschlafen geht leider nicht mehr, schaue ich halt noch einen Film. Kurz vor 6 Uhr geht die Sonne auf ….

…. und gg. 06:10 Uhr setzen wir auf dem Noi Bai International Airport von Hanoi auf. Alles in Allem war das ein super Flug. Sehr bequem für mich und auch die Fluggeräusche waren nicht allzu laut.

 

24.09.2018 – Umsteigen in Hanoi/Vietnam und Weiterflug

Und schon wieder habe ich meinen SD-Karten Adapter für meinen Fotoapparat verloren. Der muss mir irgendwie zwischen den Sitz gerutscht sein. Vor dem Aussteigen suche ich alles ab, kann ihn aber nicht finden.
Draußen ist es total schwül und das merkt man sofort, wenn man das Flugzeug durch die Türe verlässt.

Der Weg zum Ausgang und, wie für mich erforderlich zum Transfer, ist gut ausgeschildert und leicht zu finden.

Meine Bordkarte habe ich ja schon in Frankfurt bekommen.

Hier geht es einen Stock höher zu den Abfluggates und die Bordkarte muss zusammen mit dem Paß vorgezeigt werden.

Und natürlich muss man auch wieder durch die Sicherheitskontrolle, obwohl ich keine Sekunde aus dem sogenannten Sicherheitsbereich draußen war. Geht aber schnell, es sind nur 2 Leute vor mir, da macht einem auch das Schuhe ausziehen kein Problem.

Zu meinem Gate geht es nach rechts und ich muss erst mal auf die Toilette, bevor ich noch eine Runde durch die Duty Free Läden bummle. Habe gerade entdeckt, dass die Stange Zigaretten 22.- US$ kostet. Da werde ich einem Kollegen eine Stange mitbringen, wenn es die Zeit auf dem Rückflug zulässt.

Das Boarding startet pünktlich und erst muss ich mal eine Treppe tiefer, wo dann die Busse zur Startposition meines Fluges losfahren. Leider gibt es hier keine Vorteile durch Economy Premium und ich muss mich in den großen Bus drängen, während die Business Class Passagiere mit kleinen Bussen fahren und vorher rausgelassen werden. Da ich aber glücklicherweise am richtigen Ausgang sitze, komme ich auch gleich raus und entgehe der Schlange auf der Treppe zum Flugzeug.

Ich komme genau noch rechtzeitig, um ein Bild meines Platzes (11A am Fenster) zu machen. Diesmal fliegen wir in einem Airbus A350, hier ist das Platzangebot schon etwas reduzierter , als beim ersten Flug. Aber es ist trotzdem deutlich entspannter, als in der Economy Class.

Außer zum Essen am Anfang und 1 Stunde vor der Landung habe ich nur geschlafen. Neben mir saß ein, ich weiß nicht vorher. Schon beim Einsteigen hat sich ein Negatives Gefühl bei mir eingestellt. Meinen Gruß hatte er nur sehr widerwillig erwidert und er roch nach einem Gemisch aus Alkohol und Rauch, als ob er die Nacht durchgezecht und gerade aus der Kneipe kommt. Und zum Frühstück an Bord hat er dann gleich noch ein Bier bestellt.
Zum Glück hatte ich auf dem ersten (langen) Flug einen sehr angenehmen Nebensitzer. Er, wie auch andere Deutsche, die so um mich herum saßen, waren Geschäftlich in Vietnam auf Kosten der Firma unterwegs. Mein Nebensitzer hat geschäflich in Halong zu tun. Ich musste ihm natürlich von meinem Trip nach Vietnam 2014 (siehe ander Reiseberichte) und auch meinem Ausflug in die Halong Bay erzählen. Immer gut, dass es meistens angenehme Nebensitzer gibt. Wir sind schon langsam im Ladeanflug und da wenig Wolken am Himmel sind, kann man auch schon Land sehen.

Einige Minuten früher als geplant landen wir auf dem Haneda Airport in Tokio und rollen langsam zu unserem Gate.

 

24.09.2018 – Ankunft in Tokio und erste Eindrücke

Nachdem wir recht zügig, fast parallel mit der Business Class, raus gelassen wurden, mache ich mich auf den Weg zum Ausgang.

Auf dem scheinbar unendlich langen Weg gelingt es mir die Massen zu überholen. Insbesondere auf den Laufbändern kann man richtig Gas geben.

Somit bin ich ziemlich schnell an der Immigration und kann da, ohne Wartezeit an einen der vielen (40 oder so) Schalter.

Zunächst gebe ich meinen Pass und ein Formular, welches ich zusammen mit einer Zollerklärung im Flugzeug bekommen und schon dort ausgefüllt hatte, ab. Im Anschluß bekomme ich, nach Abnahme von Fingeabdrücken (beide Zeigefinger) und einem Foto einen kleinen Aufkleber in meinen Pass geklebt.

Hiermit kann ich jetzt 90 Tage, also bis zum 23. Dezember in Japan bleiben. Alles keine große Sache hier, in 1 Minute alles erledigt. Direkt hinter der Immigration sind die Gepäckbänder und rechts sehe ich bei den Toiletten einen Geldautomat.

Ich hebe mal schnell 20.000.- YEN ab. Das sind nach heutigem Kurs so ca. 151.- Euro, das dürfte mal fürs Erste reichen. Die Eingabe ist mehrsprachig und da auch Englisch dabei ist, ist die Bedienung kein Problem. Extra Automatengebühren, wie ich es von Thailand und den USA kenne, werden an diesem ATM von Aeon nicht fällig. Für diesen Fall wäre ich auch gerüstet, da ich mit meiner kürzlich erstandenen Santander Visa 1Plus Karte diese Gebühr zurück erstattet bekomme. Natürlich spuckt der Automat nur 1000er Scheine aus, aber ich denke, ich werde sie schon gewechselt bekommen.

Da ich auf die Toilette muß, biege ich nach dem Geldautomaten rechts ab und begebe mich in eine der Kabinen. Ich hatte schon einiges von Japanischen Toiletten gehört und das ist nicht gelogen.

Voll der Luxus mit Dusche und anschließendem Föhnen usw. und alles relativ einfach zu bedienen.

In der Zwischenzeit ist auch mein Rucksack schon da, den der war Priority und steht schon auf dem Laufband C.

Am Ausgang muss man erst noch mit samt dem Gepäck durch den Zoll. Die Schlange ist lang und es dauert einige Minuten bis ich dran bin. Dort wird die Zollerklärung gecheckt und manche dürfen ohne Kontrolle durch und manche werde gecheckt. Bei mir gehts ohne Kontrolle und ich darf so weiter.

Direkt am Ausgang sind die ersten Hinweistafeln. Da ich zum Eingang der Monorail will, um beim daneben liegen JR Schalter meinen Voucher in den richtigen Railpass umzutauschen, orientiere ich mich am Hinweis Monorail.

Es sind gerade mal 50 Meter vom Ausgang entfernt und ich sehe sowohl den Eingang zum Monorail und rechts hinten im Eck den JR Schalter.

Dort gebe ich meinen Voucher ab und Pass mit Einreisekleber wird kontrolliert. Danach trage ich in eine Form meinen Namen und Vornamen, Nationalität und Pass-Nummer ein. Das wird im Anschluss auf den Originalpass geklebt und ich bekomme alles ausgehändigt.

Da ich gehört habe, dass es dort auch Suica Cards (Geldkarte zum Bargeldlosen Zahlen) zu kaufen gibt, frage ich nach. Stimmt, es gibt welche und ich muss 2.000.- Yen (1.500.- Yen Guthaben + 500 Yen für die Karte) bezahlen. Die Karte ist 10 Jahre gültig, man kann sie aber abgeben und bekommt die Grundgebühr voll zurück erstattet. Vom Guthaben welches noch auf der Karte ist werden bei Rückgabe 220.- Yen Gebühr abgezogen. Ist weniger drauf, dann Alles. Ist kein Guthaben drauf, wird nichts berechnet. Also, am Besten alles Verbrauchen oder Karte behalten für das nächste Mal.

Da der Monorail im Railpass mit eingeschlossen ist, benutze ich diesen gleich. Man kann damit nicht durch die normalen Schranken gehen, da der Pass keinen Chip oder ähnliches hat. Man muss immer am Schalter vorbei gehen, in dem eine Person ist und den Pass vorzeigen. Beim ersten Mal der Passbenutzung bekommt man dann auch einen Stempel (bei mir klein, rund und rot, unten rechts) in den Pass gedrückt.

Von hier geht es rechts in Richtung City und dann eine Rolltreppe hoch. Der Zug wartet schon, als ich oben ankomme.
Die Fahrt zur Endstation Hamamatsucho, ddie irekt an der Yamanote Line liegt, dauert 15 Minuten. Für die 4 Haltestelle vom International Terminal werden normalerweise 490.- Yen (nicht ganz 4.- Euro) fällig.

Es gibt noch einige Sitzplätze und auch mein Rucksack hat noch einen Platz gefunden.

An der Station Hamamatsucho ist einiges los und ich kämpfe mich durch die Menschenmengen mit meinem Rucksack auf dem Rücken.

Es ist jetzt 16:01 Uhr und etwa 1 Stunde nach Verlassen des Flugzeuges bin ich schon hier, nicht schlecht. Die Yamanote Line ist eine Ringlinie die um das eigentliche Zentrum Tokios fährt. Für 1 Mal außenrum braucht man etwa 1 Stunde. Ich muß nur 5 Stationen entgegen dem Uhrzeiger, um an der Station Akihabara nochmals umzusteigen.

Die Fahrt dauert etwa 13 Minuten und an den Ausgängen werden immer alle Haltestellen (auch auf Englisch im Wechsel) aud Displays angezeigt.

In Akihabara Station muss ich naochmals umsteigen und komme nach einem Halt an meinem vorläufigen Ziel, der Station Asakusabashi Station, an.

Diese beiden Fahrten waren ebenfalls kostenlos, da die beiden Linien auch zu JR (Japan Railways) gehören und im Pass inkludiert sind. Allerdings hätte die Fahrt kein Vermögen gekostet, weshalb es sich nicht lohnt nur hierfür den Pass zu kaufen.Wenn man nach dem Vorzeigen seines Passes beim Verlassen, den richtigen Ausgang (West) aus der Station nimmt, ist man nach wenigen Schritten am Hotel. Ich hatte mich für den falschen Ausgang (Ost/East) entschieden und machte einige Meter mehr auf die Uhr.

Das Mystays Asakushabashi ist ein 14-stöckiges Hochhaus und mein Zimmer habe ich im Mai für 37.680 Yen (ca. 285.- Euro) für 5 Nächte gebucht.

Der Empfang ist mehr als freundlich und super höflich, fast zu sehr für meinen Geschmack. Im Erdgeschoß sieht es sehr sauber aus und der Rezeptionist erklärt mir alles haarklein. Im Erdgeschoß befindet sich auch ein Spermarkt (Lawson Kette), der rund um die Uhr geöffnet hat. Außerdem gibt es Waschmaschinen mit Trockner zum selbst bedienen (Waschmittel und Weichspüler an der Rezeption) und eine Eiswürfelmaschine.

Das Zimmer ist mehr wie ein Hasenstall. Das stimmt aber nur in Bezug auf die Größe, den sonst ist alles Top und für ca. 57.- Euro pro Nacht für meinen Geschmack günstig.

Neben Klimaanlage und Kühlschrank ist auch sonst alles mehr als in Ordnung. Für mich ist auch wichtig, dass es immer genügend Steckdosen gibt, was hier der Fall ist.

Auch das Bad ist superklein, aber fein. Es gibt alles was man braucht, wenn auch der Einstieg in die Badewanne etwas beschwerlich (ins Besondere für ältere Menschen) ist.

Nachdem ich mich in einem anderen (nicht im Haus) Supermarkt um die Ecke, mit Wasser und Coke Zero eingedeckt habe, brauche ich erst mal eine Dusche und mache mich anschließend frisch. Mittlerweile ist es 17 Uhr Ortszeit und in Deutschland 10 Uhr Morgens (im Vergleich zu Deutschland +7 Stunden) und ich bin jetzt schon 31 Stunden (seit Abfahrt zuhause) unterwegs. Es wird also Zeit für einen Kleiderwechsel. Da ich ziemlich kaputt bin und auch leichte Kopfschmerzen habe, will ich nur noch kurz zur Shibuya Kreuzung und irgendwo ein bisschen Sushi Essen. Die Fahrt (ca. 10 km) dorthin, mit 1 Mal umsteigen, dauert ca. 30 Minuten. An der Kreuzung ist einiges los. Ich mache aber heute Abend keine Bilder, ich will später nochmal hierher kommen.

Ich finde diesen Laden zum Sushi vom Band zu bestellen. Am Eingang warten die Leute auf einer größeren Bank und werden der Reihe nach aufgerufen. Nachdem ich dran bin, setzte ich mich an den mir zugewiesenen Platz Nr. 9.

Bestellt wird mit einem Tablet, geliefert wird über Bänder die am Platz vorbei fahren. Ich bestelle insgesamt 6 Teller Nigiris und Makis und finde nicht unbedingt das es besser schmeckt, als das was ich vorher in Deutschland oder Thailand gegessen habe. Aber es kann auch an meinen Kopfschmerzen liegen, dass ich keinen Appetit habe oder es ist eben ein billiger Laden.

Denn für die 6 Teller habe ich beim Gehen gerade mal umgerechnet 5.- Euro bezahlt und das ist schon sehr billig.
Auf dem Heimweg komme ich noch bei meinem Lieblings Donut Laden „Krispy Kream“ vorbei. Hier werde ich vielleicht morgen mal vorbei schauen, denn hier gibt es für meinen Geschmack echt die besten Donuts der Welt.

Wie auch schon auf der Hinfahrt vom Hotel zur Shibuya Station kann man diese Strecke ausschließlich mit Zügen von JR, somit kostenlos für mich, fahren. Im Hotel angekommen lege ich mich sofort schlafen und bin innerhalb weniger Sekunden im Tiefschlaf.

 

25.09.2018 – Tokio – Tag 2 – Zum Eingewöhnen

Heute Nacht hab ich super gut geschlafen, fast wie ein Toter. Ich bin das erste Mal um 04:30 Uhr aufgewacht und gleich wieder eingeschlafen. So kurz nach 6 Uhr bin ich dann aufgestanden und habe mich kurz vor 7 Uhr auf den Weg gemacht.
Mein erster Weg soll mich heute zum Tsukiji Fischmarkt führen, der schnellste Weg ist mit der U-Bahn in der Nähe meines Hotels.

Ein paar Schritte in die Tiefe waren nötig, um in die Station Asakusabashi zu kommen. Es handelt sich nicht um die JR Station, diese ist aber nicht weit entfernt.

Im Innern ähneln sich die Stationen total. Auch hier gibt es rechts Automaten zum Karten kaufen oder auffüllen. Im Hintergrund links sind die Durchgänge, an denen man die Karten durchziehen lässt oder nur hinhält.

Jetzt kommt auch meine Suica Card das erste Mal zum Einsatz und man sieht es befinden sich noch, wie gestern gekauft, 1.500.- Yen Guthaben auf der Karte.

Überall sind die Pläne mit den einzelnen Stationen der entsprechenden Linie, hier auf dem Bahnsteig Nr. 1.

Lange Warten muss man nicht, die Züge kommen alle paar Minuten. Obwohl es noch früh ist, ist der Zug schon gut gefüllt.

Da wird einem schon schön warm, wenn die Leute so eng zusammen stehen.

Ich steige an der Station Higashi-Ginza aus,

Beim raus gehen wird die Suica Karte wieder hingehalten. Wie man sieht hat die Fahrt 174.- Yen (ca. 1,30 Euro) gekostet, der Betrag wird dann gleich vom Guthaben abgezogen und das verbleibende Restguthaben wird angezeigt.

Nach den Ausgängen stehen hier eine Menge Schließfächer, um Koffer und Taschen der unterschiedlichsten Größen aufbewahren zu können. Als Preis habe ich ab 300 Yen gesehen. Für welchen Zeitraum dieser Preis gilt weiß ich nicht.

Ich nehme den Ausgang zum Tsukiji Gate …..

…. um die paar Meter zum Fischmarkt zu laufen.

Da mein GPS und Google Maps hier manchmal nicht genau ist, mache ich einen leichten Bogen und komme an dem Tsukiji Hongan Tempel (Buddhistischer Tempel) vorbei.

Letztendlich finde ich dann den Markt und diese originelle Fassade eines Restaurants.

In dieser Halle wird Fisch und Obst verkauft.

Dieser Händler verkauft nur Thunfisch.

Mit diesen Wägen wird auf dem gesamten Gelände herum gefahren und es werden Waren transportiert.

Auch hiermit ist der Transport möglich, solange es sich um Kleinigkeiten handelt.

Es gibt viele kleine Läden, die frisches Sushi anbieten, allerdings haben Sie schon gute Preise. An diesem Laden ist noch nicht so viel los.

Ganz im Gegenteil zu dieser Straße, hier stehen Schlangen vor jedem Laden.

Es gibt hier nicht nur Fisch, sondern auch andere Waren, wie zum Beispiel Bücher …..

…. und Süßigkeiten.

Hier ist die Ein- bzw. Ausfahrt zum Fischmarkt, die direkt neben der U-Bahn Station Tsukijishijo liegt.

An dieser Station steige ich ein und fahre in Richtung Kaiserpalast, als Haltestelle habe ich mir die Takebashi Station ausgewählt. Die Fahrt dauert mit 1 Mal umsteigen 19 Minuten. Direkt über der Station ist eine kleine Einkaufspassage, dort gibt es auch einen Family Mart (Lebensmittelkette). Ich will mir zum frühstücken einen netten Platz im Freien suchen und kauf ein Wrap, einen Kaffee und ein Flasche Wasser. Im Laden ist eine Riesen Schlange an wartenden Menschen, die sich durch den ganzen Laden zieht. Jeder will auf dem Weg zur Arbeit noch was zu Essen/Trinken kaufen. Trotz der Schlange komme ich zügig zur Kasse.
Direkt gegenüber gibt es eine Sitzgelegenheit mit einem kleinen Garten. Dort nehme ich Platz und packe meinen Computer aus.
Je länger ich sitze desto grauer wird der Himmel und der Wind nimmt auch zu. Als es anfängt zu tröpfeln, setzte ich mich in Bewegung und lauf am Kitahanebashi-mon Tor vorbei.

Schön anzusehen mit dem Wassergraben Außenrum.

Dann komme ich zu einem Zugang der Ost-Gärten des Palastes.

Leider muß ich feststellen, dass Heute geschlossen ist.

Am Kalender, der am Zaun hängt sind die Tage, an denen geschlossen ist, bis Ende Oktober 2018 markiert.

Auch hier am nächsten Tor ist geschlossen für Besucher.

Ja klar , wenn geschlossen ist, dann sind natürlich alle Tore geschlossen. Da muß ich eben nochmal wieder kommen, zumal es mittlerweile stark regnet und ich meine Regenjacke angezogen habe. Den Schirm habe ich schlauerweise im Hotel liegen lassen, damit er nicht naß wird. Fahre ich eben ein bisschen rum und meine Fahrt führt mich nach Shibuya und zwar auf den Vorplatz am Eingang zur JR Station Shibuya.

Dort steht die berühmte Hachiko Statue, diese Ehren des Hundes in den 20-er Jahren aufgestellt wurde. Hachiko ist mir bekannt aus einem Film, in dem Richard Gere das Herrchen von Hachiko spielt. Er ist ein Akita Hund, der sein Herrchen Tag für Tag treu vom Bahnhof abholt, wenn dieser von der Arbeit nach Hause kommt. Leider stirbt das Herrchen bald, aber Hachiko kommt immer wieder, über viele Jahre zum Bahnhof und wartet auf sein Herrchen.

Shibuya ist auch bekannt für diese Kreuzung. Sie soll die Kreuzung sein, die von den meisten Menschen auf einmal überquert wird. Es sollen zu Stoßzeiten über 1000 sein, die die Straße passieren. Ich habe mir einen Platz aus sicherer Entfernung gesucht und wie man sieht ist nicht allzu viel los. Es ist aber auch Dienstag Mittag 12 Uhr.

Da es weiter regnet und ich ein bisschen schreiben will, laufe ich zum Krispy Kreme Laden, an dem ich gestern schon vorbei gekommen bin.

Es gibt einen Eiskaffee und natürlich 2 Donuts, denn Krispy Kreme hat für meinen Geschmack die besten Donuts der Welt. Am Fenster, mache ich es mir an einem Platz mit Steckdose bequem.

Im Anschluß fahre ich mit der Yamanote Line (also umsonst wegen Railpass) nach Shinjuku, Da es heute nochmal Sushi sein soll, habe ich mir dort einen All-You-Can-Eat Laden rausgesucht.

An der Station muss ich beim raus gehen wie immer den Pass vorzeigen. Mit Pass geht man nicht durch die Schranke, sondern direkt an dem mit einer Person besetzten Häuschen (Foto links) vorbei.

Draußen regnet es in Strömen und trotzdem sind eine Menge Leute unterwegs.

Hier laufe ich an einem Laden vorbei, an dem du außen deine Gericht am Automat bestellst und bezahlst und drinnen wird gegessen.

Das findet man ziemlich oft hier, denn hier ist schon der Nächste.

Nochmal über die Straße und dann geht es in, wie es von weitem aussieht, eine Vergnügungsstraße.

Tatsächlich, auf dem Weg zu dem Sushi Laden, komme ich an vielen Bars oder ähnlichen Betrieben vorbei.

Hier ist der Laden, den ich rausgesucht habe. 3.980 Yen (etwas mehr als 30.- Euro) plus Steuer soll der Spaß kosten.

Als ich den Laden betrete, platziert man mich gleich am Tresen. Ich gehe aber erst mal auf die Toilette, bevor ich mich setze. Am Platz liegt ein warmes Tuch zum frisch machen. Es kommt dann Jemand und fragt, ob ich A-La-Carte oder All-You-Can-Eat möchte. Dann gibt es noch die Auswahl All-You-Can-Drink, das kostet 1.500.- Yen extra, was ich aber verneine.
Der Kellner bringt mir dann ein kleines uraltes Tablet und sagt, dass ich darauf bestellen soll. Es gibt aber nur Japanische Schriftzeichen und ich frage, ob man das auf Englisch umstellen kann. Nein, haben sie nicht, nur Japanisch. Eine Bedienung zeigt mir dann, dass man das auf Bilder umstellen kann und dann bestellen. Ich frage sie, ob es auch Sashimi gibt, sie verneint, nur Sushi. Das ist dann der Moment, in dem ich mich entschuldige und wieder gehe. Wenn es kein Sashimi gibt, dann kann ich auch in einen anderen Laden gehen und dort fast 40 Teller Essen, bis ich in etwa 4.000.- Yen erreicht habe. Ich esse gern Sushi, aber 40 Teller, das schaffe nicht mal ich.

Da ich später im Dunkeln noch ein Bild von der Kreuzung machen will, fahre ich wieder zurück nach Shibuya. Dort füllt es sich langsam, trotz des Regens.

Nach etwas Suchen finde ich dann diesen Laden, heißt Gansozushi und ist mitten in Shibuya.

Schon das Ambiente hat mir besser gefallen, als bei meinem ersten Sushi gestern. Von Vorteil war auch, dass es noch früh war und der Laden ziemlich leer. Ich habe am Band Platz genommen und erst mal schönen grünen Tee gemacht und getrunken.

Man nimmt sich vom Band oder bestellt die Sachen, die nicht auf dem Band sind, aus der Karte. Es gibt Teller mit verschiedenen Farben und Preisen, die von 125.- bis 600.- Yen gehen. Die Makis, die ich bestellt habe, wurden frisch gemacht und lagen bei 125.- Yen. Der rote Teller mit dem Thunfisch war Sonderangebot, heute 95.- Yen, da etwas schlechtere Qualität.

Mir hat alles super lecker geschmeckt, auch der Thunfisch. Insgesamt war es sehr gemütlich und ich war nach 10 Tellern satt. Umgerechnet habe ich fast auf den Cent genau 10.- Euro bezahlt, da kann man nicht meckern und es besteht die nächsten Tage Wiederholungsgefahr. Und wie man sieht regnet es draußen immer noch, was die Leute aber nicht abschreckt.

Bevor ich zurück fahre, gehe ich nochmal zur gleichen Stelle wie heute Mittag, um die Kreuzung nochmal zu fotografieren. Jetzt ist schon mehr los, aber immer noch Luft nach oben und man sieht keine Menschen, nur Regenschirme.

Etwa 30 Minuten mit der Yamanote Line und ich bin wieder in Asakusabashi und auf dem Weg zum Hotel. Heute bin ich ziemlich fit und bis nach 0 Uhr wach. Leider muß ich einen großen Teil des heutigen Tages nochmal schreiben, da das Internet mal nicht ging und ich vorher nicht gespeichert hatte. Ist fast wie bei der Arbeit.
Übrigens habe ich heute, obwohl ich garnicht viel gefahren bin, 862.- Yen für öffentliche Verkehrsmittel zusätzlich zum Railpass verbraucht. Ich habe immer wieder gelesen, dass sich ein Tages- oder Mehrtagespass in Tokio nicht lohnen würde. Heute war es bei mir so, aber wenn man mehr fährt, sollte man es sich vorher ausrechnen. Darüber hinaus hatte ich heute etwas mehr als 16.000 Schritte auf der Uhr. Wenns nicht stark regnet, werden es morgen sicher mehr.
Noch was, für die nächsten beiden Tage ist Regen vorhergesagt und am Freitag soll es den ganzen Tag schön sein. Mal sehen, wie es dann bei mir weiter geht. Ich denke, ich werde das kurzfristig machen.

 

26.09.2018 – Tokio – Tag 3 – Nochmal Kaiserpalast und Yokohama

Letzte Nacht habe ich nicht so gut geschlafen, denn bei mir vor der Tür war bis nach 1 Uhr die Hölle los. Zurückkommende Gäste die sich auf dem Gang laut unterhalten mussten. Mit Ohrstöpseln hat es dann doch noch geklappt einzuschlafen.
Um so schwieriger war es heute Morgen aufzustehen, ich bin erst um 9 Uhr aufgewacht, da ich keinen Wecker gestellt hatte.
Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass es noch nicht regnet und ich mich auf den Weg machen sollte. Da ich heute wieder zum Palast wollte, aber diesmal zu einer anderen U-Bahn Station bin ich zur 800 Meter entfernten Station Bakuroyokoyama gelaufen. Die Station war nicht so einfach zu finden, da sie auf der Karte anders eingezeichnet ist und da sie etwas unscheinbar in die Häuserfront eingebaut ist. Einzig das blaue Bahnschild war ein Hinweis, der schon von weitem gesehen wird.

Hier geht einfach zwischen den Häusern nach unten und mein heutiges Ziel ist die 4 Haltestellen entfernte Station Kudanshita.

Die kurze Fahrt von 7 Minuten bringt mich nach Verlassen der Station über eine lange Rolltreppe, die eine Stufe fährt, direkt zum Eingang zum Kitanomaru Park. Als erstes fallen die Seerosen im Wasser auf.

Hier ist die Zufahrt zum Tayasu-mon Tor, mit dem Turm im Hintergrund.

Den Turm muss ich mir erst mal näher anschauen.

Direkt daneben ist dieses Denkmal aufgestellt.

Der Zugang zum Tor ist leer, auch sonst sind wenig Menschen unterwegs.

Direkt nach dem Tor kommt ein Vorplatz und dann im rechten Winkel versetzt kommt ein 2. Tor. So ist übrigens jeder Zugang hier aufgebaut. Was ich noch sagen wollte, irgend etwas war heute mit meinen Foto nicht in Ordnung (ich denke falsche Einstellung oder Wassertropfen), das sieht man an dem hellen Punkt rechts oben wie auf dem nächsten und auf vielen anderen Bildern.

Im Park ist am Anfang eine große Veranstaltungshalle, in der eine Veranstaltung stattfindet, sonst ist der Park leer und auch sämtliche Zugänge zu den Parkwegen sind gesperrt.

Daraufhin mache ich mich auf den Weg zu den Ost-Gärten des Palastes und zu dem Tor welches gestern mit Hinweisschildern geschlossen war. Und siehe da, heute ist geöffnet.

Nach einem Sicherheitscheck mit Durchsuchung meines Rucksackes darf ich das Gelände betreten.

Nach dem Tor kommt noch ein Kassenhäuschen, an dem man eine Plastikmarke für den Eintritt (kostenlos) bekommt, die man beim Verlassen wieder abgeben muß.

Das ist eine kleine Konzerthalle von Aufführungen für die Kaiserliche Familie.

Gegenüber stehen die Grundmauern des ehemaligen Hauptwehrturmes.

Hier ist ein Steinkeller, der bei einem eventuellen Feuer wichtige Gegenstände schützen sollte.

Das ist ein Schutzhaus zur Verteidigung, welches vermutlich im 17. Jahrhundert gebaut wurde.

Diese Gärten sind eine echte grüne Lunge mitten in der Stadt, gut das sie für die Allgemeinheit frei gegeben wurden.
Und wie überall in Tokio ist alles sehr sauber und gepflegt, obwohl es kein Mülleimer gibt. Übrigens habe ich hier auf die Straße noch nicht einen Mülleimer gesehen. Meinen letzten Müll habe ich in einer U-Bahnstation in einer Tonne entsorgt, ansonsten muss Jeder seinen Müll mit nach Hause nehmen.

Hier gibt es eine Menge Obstbäume ….

…. mit den unterschiedlichsten Früchten.

Hier geht es recht steil den Berg hinunter ….

…. direkt zu einem der Wachhäuser.

Von denen es hier nicht nur eins gibt, denn wenige Meter weiter kommt schon das Nächste.

Dann komme ich am Museum der Kaiserlichen Sammlungen vorbei.

Viele Touristengruppen, hauptsächlich Japanische, sind unterwegs.

Und jeder Führer hat die unterschiedlichsten Erkennungsmerkmale für seine Gruppe.

Ich habe nun in den Ninomaru Garten gewechselt und komme als erstes an einem Teehaus vorbei.

Alles wunderschön angelegt und gepflegt.

…. mit einem kleinen Teich …..

….. indem bunte Karpfen schwimmen.

Auch eine kleine Insel mit einem kleinen Häuschen wurde angelegt. Hier drängen sich die Leute, um Fotos mit diesem Hintergrund zu machen.

Es ist jetzt wieder Zeit den Park zu verlassen, allerdings an einem anderen Ausgang. Vor Verlassen muss man ordentlich die am Eingang bekommene Marke zurück geben.

Von hier sind es etwa 900 Meter zu Fuß zur berühmten Tokyo Station. Da will ich aber noch nicht hin erst später. Im Moment bin ich noch auf der suche nach der eisernen Brücke.

Wenn man an den Mauern entlang läuft kommt man zu diesem Gebäude.

Ein Stück weiter kommt man dann an diesem Eingang, dem Kikyo-mon Tor, vorbei.

Auch dieser Eingang ist bewacht und hier kommt man auch nur mit einer vorherigen Anmeldung auf das Gelände.

Und dann im letzten Eck finde ich sie, meine Brücke, ich hatte schon garnicht mehr damit gerechnet.

In unmittelbarer Nähe der Brücke ist ein bewachtes Gebäude.

In den beiden Wachhäuschen vor dem Tor stehen 2 Wachleute und bewegen sich nicht.

Auf meinem Weg zur Tokyo Station komme ich zunächst an der U-Bahn Haltestelle Hibiya Station vorbei, bevor ich in diesem schönen Innenhof lande.

Es handelt sich hier um eine kleine Passage und Restaurants direkt im Grünen.

Die Ampelmännchen und die Ampel sehen hier etwas anders aus. Erst wird es Rot …..

….. und dann wieder Grün.

Von einem Kaufhaus gegenüber kann ich dieses Foto des Bahnhofes Tokyo Station auf der Marunouchi Seite machen.

Hier ist der Nordeingang.

Gegenüber stehen wartende Taxis, die hier in den unterschiedlichsten Farben und Ausführungen herumfahren.

Die Kuppel auf der Nordseite ist sehr sehenswert.

An dieser Stelle befindet sich der Eingang Südseite, der Eingang in der Mitte, zwischen Süd und Nord st eher unscheinbar.

Die Kuppel im Südeingang ist nahezu identisch, wie am Nordeingang.

Toi toi toi, bis jetzt hat es heute noch nicht geregnet und da für heute Mittag wieder Regen angesagt ist, will ich mit dem Zug nach Yokohama fahren. Es ist die zweit größte Stadt Japans und soll ein sehr großes Chinatown haben. Es gibt natürlich von JR eine direkt Verbindung von der Tokyo Station nach Yokohama, es geht ab Bahnsteig 10 los.

5 Halte und 25 Minuten später steige ich schon im Bahnhof von Yokohama aus.

Dort ist es sehr geschäftig und im Bahnhof ist eine riesen Einkaufspassage.

Da ich auf der Karte sehe, dass Chinatown über 3 km entfernt ist, suche ich nach einer Fahrmöglichkeit.
Es gibt eine direkt Bahn nach Chinatown und zwar die Minatomirai Linie, die für mich von Bahnsteig 1 abfährt.

Bis Chinatown sind es insgesamt 5 Station und an der Endstation Motomachi-Chukagai muss ich aussteigen.

Die Fahrt dauert 9 Minuten und kostet 210.- Yen, die von meiner Suica Karte abgebucht werden. Da ich gerade an diesem Automat vorbeikomme, fülle ich nochmal auf.

Es ist ein langer Fußweg durch die Station mit Rolltreppen und langen Gängen, aber alles gut ausgeschildert und nur der Wegweisung Chinatown folgen.

Direkt am Ausgang steht man am Eingangstor zu Chinatown und es ist genau 14 Uhr und wie vorhergesagt fängt es an zu schütten.

Zum Glück habe ich heute den Regenschirm dabei und alles ist halb so schlimm.

Ich schlendere so durch die Gassen und sehe die typischen Gebäude für Chinatown und mache ein paar Fotos.

Es regnet immer noch und ich bekomme langsam Hunger. Was mir auffällt ist, dass es heir keinen normalen Essensladen gibt, nur große, bunte Restaurants, die vor der Tür Leute haben, um Gäste einzufangen. Irgendwie ist hier alles ein bisschen sehr auf Tourismus gemacht.

Bei vorbei laufen an diesem Restaurant, lacht mich das Essen auf den Plakaten an.

Ich bestelle ein Schweinefleischgericht auf Reis.

So sah es dann in echt aus, kostete 510.- Yen, war ok und machte super satt. Umsonst gab es noch Eiswasser dazu, welches auf dem Tisch stand.

Nach dem Essen bin ich dann auf dem gleichen Weg, wieder über Yokohama, zurück zur Tokyo Station. Dort habe ich mir für Samstag meine Zugreservierungen nach Hiroshima geholt. Es gibt keinen direkten Zug und ich muss einmal umsteigen. Die Reservierung war problemlos und kostenlos. Ich wollte im Zug ab Tokio einen Sitzplatz am Fenster in Fahrtrichtung rechts, um eventuell einen Blick auf den Mount Fuji zu haben. Gut das ich heute reserviert habe, denn ich hatte in dem Zug, mit dem ich fahren will, den letzten Platz am Fenster rechts bekommen.

Danach bin ich erst noch eine Kleinigkeit bei Family Mart um die Ecke kaufen und dann ins Hotel zurück. Hab noch ein bisschen die Spiele der Bundesliga vom Dienstag Abend geschaut und bin gegen 23 Uhr eingeschlafen.

Da das Wetter morgen nicht eindeutig vorher gesagt wird, werde ich mich morgen, aber nicht zu früh, auf den Weg zu einen Ausflug in Richtung Mount Fuji machen.
Zu diesem Zweck habe ich mir mal den Wecker auf 08:10 Uhr gestellt.

 

27.09.2018 – Tokio – Tag 4 – Ausflug zur Chureito Pagode

8:10 Uhr klingelt der Wecker und ich stehe gleich auf, denn ich habe nicht viel Zeit. Ich will vor 9 Uhr an meiner JR Station Asakusabashi sein.

Ich will heute zur Chureito Pagode in Shimoyoshida, um ein schönes Foto mit dem Mount Fuji zu machen, falls das Wetter dies überhaupt zulässt. Das ist etwas mehr als 100 km von meinem Hotel entfernt und mit 2 Mal umsteigen im Zug zu erreichen.
Im Moment regnet es zumindest hier noch nicht, aber schauen wir mal.

Nachdem ich ein paar Minuten vor 9 Uhr da bin, kann ich einen Zug früher nehmen und habe dann etwas mehr Luft zum Umsteigen in Shinjuku. Der Zug ist ziemlich voll, nur am Anfang des Zuges stehen die Leute nicht ganz so eng und ich steige in einen der ersten Wagen ein. Als ich mich umschaue, fällt mir auf das nur Frauen im Abteil sind. Ich schaue mich etwas beschämt um und siehe dann überall die Schilder. Women only!

Und ich hatte mich schon gewundert über die rosafarbenen Schilder auf dem Boden auf dem Bahnsteig, aber nicht gelesen was drauf steht. An der nächsten Station steige ich mit einem lauten Sorry aus und steige in einen der hinteren und richtig vollen Wagen. Nach 2 Stationen wird der Zug immer leerer und es gibt eine Menge Sitzplätze.
An der Station Shinjuku habe ich fast 15 Minuten Zeit umzusteigen, also keine große Sache. Auf Bahnsteig 10 wartet schon der Limited Express Kaiji 101, es ist kein Shinkansen, eher so eine Art Schnell- oder Regionalzug, der mich nach Otsuki bringen soll. Die Abfahrt ist um 9:30 Uhr, die Türen sind zu und im Zug saßen keine Leute. Es gibt Wagen mit Reservierten Sitzen und Wagen, wie dieser hier die Nr. 7, mit Sitzplätzen, die man nicht vorher reservieren muss. Die Fahrt ist für mich kostenlos wegen des Railpasses und auch eine Reservierung wäre kostenlos gewesen. Ich habe aber nicht reserviert, da ich es mal so ausprobieren wollte.

Jetzt weiß ich, warum Niemand im Zug ist. Man muss schön draußen in der Schlange vor der Türe stehen, bis das Eintretetn über Lautsprecher freigegeben wird. Genial hier mit dem Schlange stehen und Niemand drängelt sich vor.

Im Vorraum zum Abteil gibt es wirklich schön aussehende Toiletten.

Auch ein stylisches Waschbecken darf hier nicht fehlen. Und nochmal erwähnt, es ist nur ein normaler Regionalzug.

So sieht es im Innern des Abteils aus und wer als erstes in ein nicht reserviertes Abteil kommt, hat auch die Auswahl, wo er sitzen will. Übrigens die Sitze kann man auch um 180 Grad drehen und dann sitzt man sich zu viert gegenüber.

Die Beinfreiheit ist super und Steckdosen an jedem Platz, leider habe ich heute meine Adapter im Hotel vergessen und die Powerbank muss herhalten.

Im Zug gibt es auch Personal, welches mit einen kleinen Wagen durchfährt und Speisen und Getränke verkauft. Eine Karte mit dem jeweiligen Angebot ist in der Tasche der Rückenlehne Sitzes. Ich habe mir vorhin schon ein Sandwich im Bahnhof gekauft.Nach 67 Minuten komme ich im Bahnhof Otsuki an, wo ich umsteigen muss. Von dort geht es mit einer Privatbahn Fujikyu Railway weiter. Der Weg ist auch hier gut ausgeschildert und man kann es nicht verpassen.

Dieser Zug ist nicht im Railpass inkludiert und muss deshalb extra bezahlt werden. Der Fahrpreis beträgt 960.- Yen für die einfache Strecke, das sind umgerechnet etwas mehr als 7.- Euro. Der Fahrpreis kann auch mit der Suica Karte bezahlt werden. Zu diesem Zweck habe ich heute Morgen gleich noch Guthaben aufgeladen, denn für hin und zurück werden fast 2.000.- Yen fällig.
Man zeigt beim Umsteigen seinen Railpass vor und dann darf man mit der Suica Karte einchecken.

Sieht witzig aus mit den bunten Bezügen und dem Holzboden. Die Fahrzeit zu meinem Ziel ist mit 45 Minuten angegeben. Bis zur Abfahrt füllt sich der Zug etwas, doch es bleiben genügend Sitzplätze leer.

Ziemlich pünktlich rollen wir an der Shimoyoshida Station ein. Übrigens sind hier die Züge und Bahnen fast immer pünktlich, zumindest mit denen ich bis jetzt gefahren bin. Die privat geführte Linie der Fujikyuko Line geht von Ōtsuki bis nach Kawaguchiko und ist 26,6 Kilometer lang und fährt knapp 500 Meter aufwärts bis am Endhalt eine Höhe von 857 Meter über dem Meeresspiegel erreicht ist. Shimoyoshida liegt auf einer Höhe von 753 Meter und deshalb ist es hier etwas frischer als in Tokio, im Moment haben wir 14 Grad.

Jetzt geht am Bahnsteig erst mal die Schranke zu und die Ampel schaltet auf Rot, damit der Zug weiterfahren kann. Die ausgestiegenen Fahrgäste müssen solange auf dem Bahnsteig warten.

Über den Bahnsteig und durch den Bahnhof …..

….. geht es vor den Bahnhof ins Freie.

Direkt am Ausgang ist auch schon ein Wegweiser mit Beschreibung, wie man am Besten zur Pagode kommt, aufgestellt.

Der Weg führt am Bahnhof rechts und dann gleich wieder über die Gleise.

Auf dem Pflaster des Fußweges sind Symbole des Mount Fuji eingelassen und sollen die Richtung zeigen.

Hinweisschilder alle paar Meter, erst nach links …..

…. dann nach rechts.

Man kann sich die kurze Strecke von ein paar Hundert Metern auf keinen Fall verlaufen. Auf dieser Hinweistafel wird gezeigt, was einem so an Aktivitäten und sonst angeboten wird.

Da geht sie dann auch schon los die Treppe.

Oben angekommen, nein es ist nicht ganz oben, sondern nur wenige Stufen, kommt man auf einen kleinen Platz.

Hier gibt es einem kleinen Tourismusladen und Sachen zum Kaufen.

Neben diesem Schrein (der auch ein Fotomotiv mit dem Fuji im Hintergrund ist) startet nun die richtige Treppe, 400 Stufen, die es echt in sich haben und mich ganz schön aus der Puste bringen.

Dieses Schild am Treppenaufgang hat mich dann schon ein bisschen erschreckt: Please Beware there is a bear in the area!
Solche Schilder hängen übrigens überall entlang der langen Treppe, gesehen habe ich ihn zum Glück nicht.

Ein kleines Häuschen am linken Wegesrand auf dem Weg nach oben.

Geschafft und nun noch ein kleiner Blick nach unten. Übrigens muss man nicht die sehr steile Treppe nehmen, sondern kann eine Straße benutzen, die in Serpentinen nach oben bzw. unten geht.

Direkt am Ende der Stufen ist die Chureito Pagode, deren Ziel mein heutiger Ausflug sein soll.

Oberhalb der Pagode hat man einen tollen Blick über den Ort, der nicht so klein ist, wie ich dachte. Um mich herum sind nur wenige Touristen. Klar bei dem sch…. Wetter. Aber fast Jeder scheint Thailänder zu sein, ich höre nur Thailändisch um mich herum!
Familien und Pärchen scheinen ausgiebig die seit einiger Zeit geltende Visafreiheit von Thailändern in Japan zu nutzen.

Jetzt bin ich am eigentlichen Aussichtspunkt und. …??? Wo ist der Mount Fuji? Eigentlich sollte er links neben der Pagode sein und ein herrliches Bild geben.

So wie hier, von einer Platte auf dem vorherigen Fußweg fotografiert, so sollte es eigentlich aussehen. Aber halt nur bei schönem Wetter und das ist heute nicht und auch die nächsten Tage hier nicht zu erwarten, zumindest laut Wettervorhersage.

Oben habe ich mich mit einem Touristen unterhalten, der sagte, er sei seit 11 Uhr hier und um 11:30 Uhr habe man den Fuji etwas gesehen. Leider bin ich fast eine Stunde zu spät. Wer weiß, ob ich noch die Gelegenheit habe den Berg in Natura zu sehen? Morgen soll es in Tokio schön und sonnig werden. Bei gutem Wetter kann man ihn auf Aussichtstürmen von Tokio aus sehen.
Am Samstag fahre ich mit dem Zug vorbei und habe einen Sitzplatz am Fenster auf der richtigen Seite. Allerdings soll das Wetter nicht gut sein.Am Samstag nächste Woche fahre ich von Osaka zurück nach Tokio und will wieder einen Sitzplatz, diesmal natürlich am Fenster auf der linken Seite reservieren. Aber auch da sagt die Wettervorhersage schlechtes Wetter voraus. Für heute geht es erst mal wieder zurück zum Bahnhof und auch diese Strecke ist vorbildlich ausgeschildert.

Da ich noch 40 Minuten Zeit habe bis zur Rückfahrt nach Otsuki, trinke ich in der Bahnhofsgaststätte noch einen Kaffee. Leider kein Genuss, da nur Tüte mit Wasser aufgegossen und das für 2.- Euro.

Im Bahnhofsgebäude hängen sämtliche Informationen über die Strecken, Preise und Abfahrtszeiten der Fujikyu Railway.

Bevor ich auf den Bahnsteig gehe, halte ich erst wieder meine Suica Karte an den Automat und beginne damit die Fahrt.

Die Rückfahrt dauert 36 Minuten, diesmal in einem normalen Zug der JR Chuo Line nach Takao, wo ich umsteigen werde.

Übrigens nutze ich zum Finden der entsprechenden Verbindungen mein Handy. Ich nutze hier hauptsächlich die App Hyperdia, die es eine kurze Zeit kostenlos gibt. Da die Probezeit bei mir schon zuhause abgelaufen war, habe ich mir ein Abo für einen Monat zum Preis von 3,49 Euro bestellt. Man kann bei dieser App bei der Suchfunktion schon einen Extra-Button Railpass vorhanden klicken und dann wird entsprechend gesucht, damit man den Railpass effizient nutzen kann. Sollte mal der Railpass nicht gelten, wird gleich der Preis in Yen angezeigt. Für meine Rückfahrt von Otsuki bis nach Shibuya sieht dann die Suche so aus. Hier ist die Verbindung, die ich gewählt habe. Man kann sich bis zu 10 Verbindungen gleichzeitig anzeigen lassen. Es wird dann nach Wunsch (Dauer, Preis usw.) sortiert.

Manchmal benutze ich dann aber noch zusätzlich Google Maps. Zum Einen sind in der App nicht alle Bahnhöfe und bei Google Maps werden zum Teil die Bahnsteige, an der denen der Zug abfährt, besser angezeigt, was bei größeren Bahnhöfen ein Vorteil ist.
Am ersten Tag. war alles etwas unübersichtlich in Tokio. Doch mittlerweile klappt das ganz gut mit dem Bahnfahren und vor allem dem Umsteigen. Was man aber braucht ist eine Internetverbindung und Free Wifi gibt es nicht überall. Ich habe mir zu diesem Zweck im Juni in Thailand ein SIM2Fly Sim-Karte von AIS besorgt. Die Kostet 399.- Thai Baht (ca. 11.- Euro) und gibt einem die Möglichkeit von 8 Tagen unbegrenztem Internet in vielen asiatischen Ländern, auch in Japan. Nach dem Verbrauch von 4 GB wird allerdings die Geschwindigkeit des Internets runter geschraubt. Man kann aber nach Ablauf ein neues Paket, dann für 299.- Thai Baht, wieder für 8 Tage, kaufen. Bis jetzt bin ich zufrieden, die Geschwindigkeit ist fast immer 4G und als Roaming-Netz wird hier SoftBank genutzt. Wie oben in der App sichtbar steige ich in Takao um und muss auf Gleis 1 zum Special Rapid in Richtung Tokio.

Mein Ziel ist diesmal Shinjuku und die Fahrt soll 43 Minuten dauern. Anfangs ist es leer im Zug, aber mit zunehmender Nähe zu Tokio wird es immer voller und die Leute stehen in den Gängen.

Am Bahnhof Shinjuku komme ich auf Gleis 8 an und muss auf Gleis 14 weiter nach Shibuya. Wie man sieht, wird dies in der App nicht alles angezeigt. Ist hier aber kein Problem, da überall die Yamanote Line angezeigt wird und man nur den Schildern folgen muss. Diese beiden Mädchen sind schon eine längere Zeit bei mir im Zug gewesen und in ihren Schuluniformen auf dem Heimweg von der Schule.

Auf Bahnsteig 14 wird schon schön angestanden, als ich dort eintreffe. Ich schließe einer der Schlangen an und glücklichweise leert sich der Zug nach der Einfahrt, so daß es zwar keinen Sitzplatz gibt, es aber nicht zu eng beim Stehen wird.

Als ich gegen 16 Uhr die Station Shibuya verlasse und die berühmte Kreuzung passiert habe, kommt plötzlich die Sonne raus. Na, das hätte ich mal vor 4 Stunden brauchen können. Ich gehe jetzt erst mal bei Krispy Kreme Eiskaffee trinken und Donuts essen.
Im Anschluß war ich dann wieder im gleichen Sushi Laden wie Vorgestern und habe wieder lecker für unter 10.- Euro geschlemmt.
Heute Abend ist es wieder etwas wärmer, denn als ich gg. 20:30 Uhr aus der Bahn steige hat es noch 18 Grad. Auf dem Weg zum Hotel laufe ich noch bei Family Mart vorbei.

Der Laden hat rund-um-die-Uhr geöffnet, so wie viele Läden in Japan. Ich brauche heute nur ein Flasche Wasser.
Im Zimmer schaue ich noch ein bisschen fern und schlafe dann auch schon bald.

Morgen soll es schön und mittags bis 25 Grad geben. Das wäre mal nicht schlecht bei dem vielen Regen der letzten Tage. Dann könnte noch ein bisschen Sightseeing auf dem Programm stehen.

 

28.09.2018 – Tokio – Tag 5 – Letzter Tag mit Sightseeing

Heute Nacht war es wieder sehr ruhig um mich herum und ich konnte gut schlafen, weshalb ich schon nach 7 Uhr aufgewacht bin.
Nachdem ich mich noch ein paar Mal im Bett rum gedreht habe und der üblichen Dusche usw. war ich so gg. 08:30 Uhr fertig.
Ein Blick durchs Fenster hatte mir schon gezeigt, dass der Wetterbericht recht hatte. Draußen war echt geiles Wetter mit Blauem Himmel und Sonnenschein. In 2 Minuten bin ich wieder an meiner JR Station um am Bahnsteig 1 in die Chuo-Sobu Line einzusteigen. Mein erstes Ziel für heute soll der Meiji Schrein sein.

Heute bin ich beim einsteigen etwas vorsichtiger, um nicht wieder in eines der Frauenabteile zu gelangen und gehe den pinkfarbenen Schildern auf dem Boden aus dem Weg.

Übrigens habe ich heute das Rätsel mit den Frauenabteilen gelöst (siehe Bild, wer lesen kann ist im Vorteil). Die Beschränkung gilt an dieser Station nur Werktags Morgens, von 07:25 – 09:23 Uhr. 9 Stationen weiter und 18 Minuten später steige ich an der Yoyogi Station aus.

Direkt nach dem Ausgang kommt auch schon ein Hinweisschild und von da muss man dann immer nur geradeaus laufen.

Irgendwann geht es dann rechts und man kommt an eines der Eingangstore.

Durch das Tor hindurch geht es dann ewig weit durch den Wald. Übrigens die ganzen Wege sind im Wald und somit im Schatten.

Etwa auf 2 Drittel der Strecke zum Hauptschrein kommt dieses Hinweisschild auf die Worshipershall.

Wenn man dann links abbiegt kommt man an diese Halle, an der heute ein Veranstaltung stattfindet. Meines Erachtens kann man diesen Umweg durchaus weglassen.

Wie schon gesagt das ganze Gelände liegt in einem großen Wald und ist mit den vielen Wegen sehr zum Spazieren Gehen geeignet.

Sie sind einfach schön anzuschauen die Japanischen Schriftzeichen. Zum Glück steht es darunter so, dass ich es auch lesen kann, denn zum Hauptschrein geht es hier rechts.

Vor dem Tor ist ein Brunnen, an dem man mit Schöpfkellen Wasser zum Reinigen nehmen kann, um dann den Schrein sauber zu durchschreiten.

Dann geht man durch das Tor, um auf das Gelände des Hauptschreins zu kommen.

Dahinter rechts befindet sich ein Museum.

Durch diesen Zugang gelangt man auf das Innengelände.

Alles wunderschön mit Holz gemacht.

Noch ein weiteres Zugangstor, der insgesamt 3 Tore, auf der anderen Seite links.

Das ist das Hauptgebäude ….

…. oben ist fotografieren verboten.

Ich laufe wieder zurück zur Station, an der ich ausgestiegen bin und fahre mit einmal umsteigen zur Station Higashi-Kurume, dort wartet mein nächstes Ziel.

Nach dem Gate nimmt man den Ausgang West (West Exit).

Dann einfach gerade aus und hinten links im Eck (neben dem Fahrstuhl) kommt man auf eine kleine Terasse, die zum Bahnhofsgebäude gehört und auf gleicher Ebene ist.

Auf Höhe der Bahnhofsuhr hat man dann entlang der Häuserschlucht einen Blick auf den Mount Fuji, vorausgesetzt das Wetter passt und es sind keine Wolken um den Berg. Und? Überraschung?

Ich konnte ihn für kurze Zeit sehen, die Spitze (die im Moment noch nicht Schnee bedeckt ist) schaute ein paar Minuten durch die Wolken, bevor sie wieder verschwand.

In der Nähe sind mehrere Family Mart und sonstige Geschäfte, so kaufe ich mir erst mal etwas zu Essen und zum Trinken und warte, dass die Wolken den Berg noch einmal für ein besseres Foto freigeben.

Das war leider nicht mehr der Fall und nach 1 Stunde warten und dem Einfangen eines leichten Sonnenbrandes zog ich dann ab und fuhr wieder mit 1 Mal umsteigen in Richtung Asakusa. Aus der Station Asakusa kommend nach rechts und dann gleich auf die Brücke sieht man das Gebäude und die Boote von Tokyo Cruise, mit denen man auf dem Fluß schippern kann.

Schon vor der Brücke kann man mein nächstes Ziel für heute sehen.

Hier ist er jetzt noch einmal ein bisschen näher, der Tokyo Skytree. Es handelt sich hier um einen Fernseh- und Rundfunksendeturm, der nicht weit von Asakusa entfernt ist. Mit einer Höhe von 634 Metern ist der Tokyo Skytree das höchste Gebäude Japans und war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung das zweithöchste Bauwerk der Erde. Und das beste an allem ist heute der strahlend blaue Himmel.

Auf dem Weg zur U-Bahn Station mache ich einen kurzen Halt und innerhalb kürzester Zeit fallen mir diese Frauen in ihrer Geisha-Tracht auf.

Ich denke, das es alles Touristen sind, die so in Asakusa spazieren gehen. Auch dieser Rikscha-Fahrer kommt bei mir vorbei.

Mit der U-Bahn fahre ich mit der Asakusa Line bis zur Haltestelle Daimon, von dort sind des dann noch ca. 1 km zu meinem nächsten Ziel.

Auf dem Weg dorthin komme ich an diesem Tor, mitten auf der Straße, vorbei.

Nach dem Überqueren einer großen Straße komme ich durch einen Park, der hinter einem Schrein angelegt ist und sehe diese große Glocke im Gebäude.

Am Ende des Gartens sind eine Menge kleine Statuen …..

….. sogar mehr, es sind Hunderte.

Die kleinen Statuen werden „care guardian deities of children“ genannt. Sie stehen zum Einen in Erinnerung an die Nichtgeborenen, als auch als Schutz und Sicherheit für die Aufwachsenden Kinder und Enkel.

Von hier aus kann man jetzt auch mein nächstes Ziel, den Tokyo Tower, sehen.

Der Tokyo Tower ist ein 1958 nach dem Vorbild des Eiffelturms in Stahlfachwerkbauweise erbauter Fernsehturm, mit einer Höhe von 332,6 Metern.

Der Tokio Skytree löste den Tokyo Tower im März 2010 als höchstes Bauwerk Tokios ab.

Leider habe ich heute nicht so viel gesehen, wie ich mir vorgenommen hatte. Aber irgendwie sind die Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten nicht zu unterschätzen und die Fahrt kostet immer viel Zeit. Da ich mittlerweile starke Rückenschmerzen habe, mache ich mich auf den Heimweg zu Hotel. Ich muss meinen schweren Rucksack loswerden und gehe dann noch mal raus zum Essen. Mittlerweile ist es schon dunkel und ich gehe nochmals raus und schlendere ein bisschen in Akhibara durch die Electric City.

Von dort laufe ich heute mal zu Fuß zurück zum Hotel. In unmittelbarer Nähe gehe ich noch eine Kleinigkeit zu Essen.

Der Laden ist so voll, dass man erst mal ein bisschen warten muss und nachdem man sich in eine Warteliste eingetragen hat, wird man an den nächsten freien Platz gesetzt.

Ich bestelle mir ein Menü mit Suppe, eine Art gebratene Maultaschen mit Schweinefleisch, etwas was ich nicht weiß was es war, aber gut und eine Schale Reis.

Nach dem Essen wird an der Kasse bezahlt und für mich werden umgerechnet 6,40 Euro fällig. Gestärkt laufe ich die paar Meter ins Hotel und mache mich fertig für die Nacht und schlafe bald ein.

 

29.09.2018 – Fahrt von Tokio nach Hiroshima

Heute habe ich für 07:00 Uhr den Wecker gestellt, um rechtzeitig zum Bahnhof zu kommen. Wie auf der Reservierung zu sehen ist, geht es um 09:03 Uhr von Tokyo Station los und Ankunft ist um 13:34 Uhr in Hiroshima.

Nicht schlecht 4:34 Stunden für 894 Kilometer Fahrstrecke und mit 1 Mal umsteigen (8 Minuten Zeit) in Shin-Kobe. Da ich mit dem Railpass nicht mit dem Nozomi fahren darf, gibt es keine Direktverbindung für mich und ich nutze erst den Hikari 465 und dann den Sakura 555. Und so wird es dann in der Hyperdia App angezeigt:

Wenn der Fahrplan (Train timetable) der 1. Teilstrecke bis Shin-Kobe geöffnet wird, sieht das so aus:

Um 07:45 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Rezeption und checke aus. Während ich zur Bahnstation laufe, kaufe ich mir noch eine Kleinigkeit zum Essen. Nach 1 Mal umsteigen in die Yamanote Line bin ich schon nach wenigen Minuten um 08:05 Uhr an der Tokyo Station. Wenn man den Bahnsteig verlässt, sieht man schon Schilder, wo die Shinkansen Züge losfahren.

Bis ich dann am Bahnsteig bin vergehen noch einige Minuten, auf der Anzeigetafel wird die Fahrt erst etwa 20 Minuten vorher angezeigt, Hikari 465, Gleis 14.

Leider gibt es in sämtlichen Wartebereichen keinen einzigen Sitzplatz und man muss stehend warten. Direkt am Aufgang zu den Gleisen 14 und 15 gibt es diesen Laden, an dem man sich mit Reiseproviant eindecken kann.

Eine kleine Auswahl des Angebotenen, die Preise liegen so zwischen 900.- und 1.200.- Yen.

Hier geht es hoch auf die Bahnsteige 14 und 15, wobei unterschieden wird in welchem Abteil man sitzt. Da ich Wagen 15 habe, bin ich hier richtig, Wagen 11-16. Für die Wagen 1-10 ist der Aufgang auf der gegenüberliegenden Seite richtig.

Und da steht mein erster Shinkanzen, einer der N700er Baureihe., die Höchstgeschwindigkeit liegt auf meiner Fahrstrecke bei maximal 285 km/h.

Da ich meinen wegen einer Absperrung nicht von vorne fotografieren kann, nehme ich den auf der gegenüberliegenden Seite auf Bahnsteig 15.

Noch ist nicht viel los und ich steige mal ein.

Hinten am Ende des Wagens sind 2 Toilettenkabinen ……

…. 1 Stehpissoir für Männer ….

…. und daneben 2 Waschbecken mit jeweils einem Vorhang.

Vorne zwischen Wagen 14 und 15 ist ein Raucherkabine, den Rauch riecht man manchmal ein bisschen, wenn man vorne sitzt so wie ich.

Innen drin sieht es nicht so schick aus, wie ich es mir erwartet habe. In Fahrtrichtung links sind 3 Sitze (A-C), auf der anderen Seite 2 (D+E).

Hier ist mein Sitz am Fenster, 5E. Die Ausstattung ist nahezu identisch, wie in dem Regionalzug, mit dem ich vor 2 Tagen gefahren bin. Es gibt eine Steckdose an der Wand für beide Plätze und es kein kleiner Tisch herunter geklappt werden. WLAN scheint es nicht zu geben, ich habe nichts angezeigt bekommen.

Auf die Minute pünktlich sind wir losgefahren, das Abteil war noch ziemlich leer, füllte sich aber während der ersten Halte etwas, der Platz neben mir ist nach 1 Stunde noch frei, auch sind noch einige Fensterplätze auf meiner Seite unbesetzt. Wenn man Richtung Westen (aus Tokio kommend) auf der rechten Wagenseite am Fenster, sowie ich auf Platz 5E (A und E sind jeweils am Fenster) sitzt, kann man zwischen den Stationen Mishima und Shizuoka eine ziemlich lange Aussicht auf den Mount Fuji haben. Bei mir war es leider nichts, da es stark regnete und alles in grauen Wolken lag. Es ist gerade der kleine Wagen mit Speisen und Getränken vorbeigekommen. Leider gibt es hier keine Speisekarte oder ähnliches, damit ich sehen kann was es gibt und was es kostet.

12.14 Uhr und wir kommen natürlich pünktlich in Shin-Kobe an, Die ersten 589 Kilometer sind geschafft und das in gerade mal in etwas mehr als 3 Stunden bei 8 Zwischenhalten.

Hier muss ich warten, denn mein Zug kommt auf dem gleichen Bahnsteig, auf dem ich gerade angekommen bin.

Nachdem mein Zug losgefahren ist, kommt noch ein Zug der dann weiter fährt. Erst der nächste ist meiner, der Sakura 555, und ich steige in den Wagen Nr. 8 ein. Dieser Zug ist schon deutlich schöner und komfortabler.

Hier gibt es 2 Zweierreihen, mit den Nummern A und B (links) bzw. C und D (rechts), wobei die Plätze A und D jeweils Fensterplätze sind. Ich sitze auf Platz 6D und als ich einsteige, ist mein Platz besetzt durch ein Mutter, deren Kind auf 6C und der Vater auf 7B sitzt. Die Mutter steht auf und wechselt auf ihren Platz 6B und ich sitze am Fenster. Wäre kein Problem gewesen für mich auf 7B zu gehen, da hatte ich aber die Familienverhältnisse noch nicht durchschaut und jetzt sitze ich. Die Fahrt geht eh nur 72 Minuten bis Hiroshima, mit nur 2 Zwischenstops und 341 Kilometern. Ohne Zwischenfälle komme ich pünktlich in Hiroshima an.

 

29.09.2018 – Ankunft in Hiroshima – Hotel und erste Schritte

Der Bahnhof von Hiroshima ist nicht ganz so groß, weshalb ich zügig am Ausgang und auf dem Bahnhofsvorplatz bin.

Da ich mir einen Visit Hiroshima Tourismus Pass kaufen will, schlendere ich erst mal in die Touristen Information neben dem Ausgang.

Ich habe vorher schon ein bisschen im Internet recherchiert und nehme deshalb den 3-Tage Pass Small Area für 1.000.- Yen. Ich will eh nur in der Nähe bleiben und damit kann ich bis Montag, bis ich wieder weiterziehe, umsonst Bus und Straßenbahn fahren.

Die Fahrt mit der Straßenbahn kostet einfach schon 170 Yen, das Bus fahren beginnt bei 180 Yen. Ich denke das ich oft genug fahren werde, damit sich das auf alle Fälle rentiert.

Vom Bahnhof fahren mehrere Linien ab, wovon auch welche zu meinem Hotel fahren.

Von hier geht es mit den Linien 1, 2 und 6 in Richtung meines Hotels.

Ich fahre mit der Linie 1, den Pass muss man beim Ein- und beim Aussteigen vorzeigen.

Nach 4 Stationen und 7 Minuten Fahrt komme ich am Chisun Hotel, gebucht bei Agoda, 2 Nächte für 108,71 Euro, an.
Da mich Google Maps anders geschickt hat und ich den Vordereingang nicht wahrgenommen habe, komme ich über den Hintereingang ins Hotel.

An der Rezeption komme ich gleich dran, die beiden Damen sprechen nicht so gut Englisch, sind aber super freundlich.

Hier kann man sich mit allen möglichen Dingen (Hygiene, Tee, usw.) eindecken.

Ich habe ein Zimmer im obersten Stock bekommen, da trampelt mir schon Niemand auf dem Kopf herum. Ich denke im 11. Stock ist es etwas ruhiger, als weiter unten.

Von der Ausstattung ähnelt diesen Zimmer schon dem in Tokio, nur das dieses etwas freundlicher ist.

Auch das Bad ist nahezu identisch, auch die Pflegemittelserie ist die Gleiche.

Da es auch Morgen regnen soll, kann ich meinen geplanten Ausflug zur Insel Miyajima, für den ich gerne schönes Wetter gehabt hätte, auch heute gleich machen. Ich fahre also wieder mit der Straßenbahn vom Hotel zum Bahnhof. Von dort fahre ich mit der JR San-yo Line (kostenlos, da Railpass) in 30 Minuten zur Station Miyajimaguchi Station, von wo die Fähre ablegt.
Dieser Zug ist nicht in diesem Tourist Pass inkludiert, man kann aber auch mit der Straßenbahn, allerdings dauert es über 1 Stunde, hierher fahren.

Aus dem Bahnhof raus und dann immer geradeaus.

5 Minuten später ist man schon an der Fähre, Tickets gibts am Automat für 180 Yen. Ich brauche kein Ticket, da die Fähre zu JR gehört und im Railpass beinhaltet ist.

Die Fähren fahren hier von 09:10 – 17:55 Uhr nahezu alle 10 Minuten, zum Boarding wird vorher wieder schön eine Schlange gebildet.

Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten und man das Ufer auf der anderen Seite sehen.

Während der Fahrt fängt es noch stärker an zu regnen und auch der Wind nimmt.

Von weitem sieht man auch schon das Tor zum Schrein.

An der Anlegestelle warten schon alle auf die Ankunft unserer Fähre.

Kaum bin ich ein paar Meter gelaufen kommt mir mitten auf der Straße, aus einem Geschäft gelaufen, dieses Reh entgegen.

Obwohl man die Rehe scheinbar nicht füttern soll, schmatzt es.

Die haben absolut keine Angst und lassen sich sogar streicheln …..

….. schnüffeln an Einem …..

…. oder liegen einfach nur rum.

Durch dieses Haupttor läuft man in Richtung des Schreines.

Und da sieht man auch schon das Tor zum Itsukushima-Schrein, weshalb ich hierher gekommen bin.

Es ist sicherlich auch eines der meistfotografierten Motive in Japan.

Je nach Wasserstand steht es im trockenen und die Leute können durchlaufen.

Auf den Berg hoch komme ich zu dieser fünfstöckigen Pagode, die direkt hinter der Buddhistischen Halle Senjo-kaku steht, deren Bild aber nichts geworden ist.

Wieder noch unten geklettert, laufe ich ein bisschen durch die touristische Einkaufsstraße, deren Eingang vom Tor kommend, hier ist.

Hauptsächlich Souvenirs oder Läden zum Essen oder Kaffee trinken und wie man sieht, es regnet immer noch und das hat es die ganze Zeit.

Diese kleinen „Fabriken“ sieht man überall, es wird ein Gebäck, hauptsächlich in Ahornblattform, in einer Art Waffeleissen hergestellt und daneben gleich verkauft.

Langsam schließen die Geschäfte und ich mache mich wieder auf den Rückweg, zunächst ins Gebäude des Fährhafens.

Am JR Schalter müssen wir erst wieder warten bis der Durchgang zur Fähre frei gegeben wird.

Ich fahre dann wieder auf gleichem Weg nach Hiroshima zurück. Im Bahnhof gehe ich zum Ticket Schalter um eine Reservierung für nächsten Montag zu machen. Am Montag führt mich meine Reise weiter nach Osaka, wo ich mein Zelt für die letzten 5 Übernachtungen aufstellen werde. Allerdings will ich noch einen kleinen Zwischenstop auf der Fahrt nach Osaka einlegen, um eine berühmte Sehenswürdigkeit, die Himeji Burg, mitzunehmen.

Eine riesen Schlange ist schon da und ich stelle mich an. Während des Wartens denke ich, wäre ich doch bloß ohne Reservierung gefahren, diese lange Warterei nervt. Es sollte sich aber auszahlen, das ich insgesamt 1 Stunde warten musste bis ich dran kam.
Meine geplante Reservierung, ein Direktzug nach Himeji, der Sakura 580 um 08:49 Uhr, fährt nur an bestimmten Tagen und am nächsten Montag eben nicht. Da habe ich bei meiner Suche das Datum nicht berücksichtigt. Der Zug wäre schon gut gewesen, da er nur 60 Minuten braucht. Ohne Reservierung wäre ich am Montag auf dem Bahnhof gestanden und hätte dumm geschaut.Jetzt muss ich einen Umsteigezug nehmen und somit wieder 2 Reservierungen nehmen.

So wie es aussieht, sind es 2 Fensterplätze (D im Sakura und E im Hikara), die reserviert wurden. Im Eifer des Gefechtes hatte ich ganz vergessen, danach zu fragen.

Mit meinen Reservierungen im Gepäck suche ich einen Geldautomat, bei dem keine Automatengebühr berchnet wird. Und es scheint nur noch an den AEON-ATM möglich zu sein, ohne Gebühr abzuheben. Sogar bei der Post und bei der 7Bank in den 7eleven Läden wird eine kleine Automatengebühr, je nach Abhebebetrag 108 bzw. 216 Yen, erhoben.
In dieser Mall finde ich einen riesen Supermarkt und denke mich mit Essen (leckeres Sashimi und sonst noch ein paar Kleinigkeiten) und Trinken ein. Da es zu dem Sushi ausreichend Sojasoße und Wasabi in kleinen Tütchen, aber keine Essstäbchen gibt, frage ich eine der Angestellten. Natürlich frage ich mit Händen und Füßen, hier spricht keiner Englisch und mein Japanisch ist gleich Null.
Sie zeigt mir ein Regal, in dem man Pakete mit Stäbchen kaufen kann. Ich brauche zwar nicht so viele, aber wenn es nicht anders geht. Das scheint die Frau auch zu denken und zeigt mir das ich Warten soll, während sie wegläuft und den Kassenbereich verlässt. Kurze Zeit später kommt sie mit einer Handvoll Stäbchen zurück, die sie wohl in einem der Essläden außerhalb des Marktes geholt hat. Ich bedanke mich mehrmals bei der supernetten Dame und gehe weiter einkaufen.
Von dort nehme ich den Bus Nr. 23 und fahre in die Nähe meines Hotels, um die letzten paar Hundert Meter mit der Straßenbahn zu fahren, die direkt vor meinem Hotel hält. Heute schlafe ich spät ein, da ich bis 00:30 Uhr noch Bundesliga schaue.
Mal schauen was ich morgen so mache, denn es zeigt den ganzen Tag Regen in der Wettervorschau. Egal ich werde trotzdem kurz raus gehen, um mir ein bisschen was anzuschauen.

 

30.09.2018 – Hiroshima – Sightseeing oder noch 1 Tag im Regen

Heute bin ich erst um 08:30 Uhr aufgewacht, draußen hat es die ganze Nacht geschüttet und es regnet immer noch sehr stark. So nach 10 Uhr mache ich mich auf den Weg zu meinem ersten Ziel heute. Die Bushaltestelle ist direkt gegenüber meines Hotels.

Der Bus Nr. 24 fährt in 11 Minuten direkt zum Peace Memorial Park, die Fahrt kostet 180 Yen.

Draußen schüttet es wie aus Kübeln und nicht viele Leute im Bus. Mit dieser Fahrt hat sich mein Tourismus Pass (Bus und Bahn frei in Hiroshima) schon gelohnt und das bei 4 Fahrten Straßenbahn (je 170 Yen) und 2 Fahrten Bus (je 180 Yen).

Direkt gegenüber des Museumsgebäudes ist die Bushaltestelle.

Dort gibt es eine Ausstellung, die ich mir aber nicht anschaue. Ich gehe lieber raus in den Park, trotz des starken Regens.

Hier ist die Gedächtnishalle für die Atombomben Opfer.

Der Regen und auch der Wind werden immer stärker. Mehrfalls klappt mein Schirm um bzw. droht wegzufliegen wegen des immer stärker werdenden Windes.

Beim Blick auf den Memorial Park man ein Fackel die immer brennt und im Hintergrund das Hauptgebäude, welches gerade eine Sicherheitsüberprüfung für die Standhaftigkeit bei zukünftigen Erdbeben und eine Renovierung über sich ergehen lassen muss.

Hier kann etwas über die Geschichte des Parks und der Anlage nachgelesen werden.

Auf dem Weg kommt man am Children´s Peace Monument vorbei.

Hier kommt der Hinweis auf das Gebäude, welches ich unbedingt anschauen will.

Durch den Fluss getrennt sieht man die vielfach fotografierte Atombombenkuppel (Atomic Bomb Dome).

Über diese Brücke kommt man auf die andere Flussseite zur Kuppel.

Die ich natürlich von allen möglichen Perspektiven fotografiere, soweit das bei strömendem Regen und einem Schirm, der droht wegzufliegen, überhaupt möglich ist.

Unmittelbar daneben steht noch dieses Denkmal.

Jetzt flüchte ich mich erst mal in diese unterirdische Einkaufspassage, denn ich bin Klatschnass.

Und dann in eine riesige oberirdische Einkaufspassage mit Kaufhäusern und vielen Geschäften.

Nach einer Pause und einer Kleinigkeit zu Essen bei KFC, kaufe ich mir noch 2 Donuts und einen Milchkaffee. Damit fahre ich ins Hotel, um nach Wechseln der Kleider und trocknen erst mal Pause zu machen.

Während der Pause erreicht mich ein Nachricht aus Deutschland mit der Frage, ob ich etwas von dem Taifun mitbekomme. Ich frage: Wo? und bekomme als Antwort: Im Süden Japans! Jetzt recherchiere ich mal kurz im Internet und sehe gleich, das heute schon wieder ein Taifun mit dem Namen „Trami“ auf Japan getroffen ist. Im Süden Japans mindestens 45 Menschen verletzt worden. Auf der Insel Okinawa wurden Autos durch die Wucht des Sturms umgeweht und Häuser wurden überschwemmt. Kein Wunder, das ich so ein sch…. Wetter habe, aber zum Glück ist Okinawa auch Luftlinie 1000 Kilometer von mir entfernt.

Trotz allem gehe ich nach 16 Uhr nochmal los, da ich zumindest noch ein paar Fotos von der Hiroshima Burg machen will. Die Burg ist zu Fuß 1,6 km vom Hotel entfernt. Ich nehme aber die Straßenbahn vor meinem Hotel, fahre 2 Stationen in Richtung Westen und steige dann um in die Straßenbahn Linie 9. Von da aus fahre ich nochmal 2 Stationen und dann sind es noch etwa 500 zu Fuß.

Dort angekommen, nehme ich den Zugang von der Ostseite des Komplexes, um auf das Gelände zu kommen. Einen Vorteil hat das Wetter schon, es sind nicht viele Leute, somit auch nicht viele Touristen unterwegs.

Das ist die Burg Hiroshima die Ende des 16. Jahrhunderts erbaut, 1945 durch den Atombombenabwurf zerstört und 1958 wieder aufgebaut wurde.

Das Bild ein bisschen am Handy bearbeitet sieht es dann schon besser aus.

Der gesamte Komplex um die Burg ist von einem quadratischen Wassergraben umgeben.

Mit auf dem Gelände ist auch noch der Gokoku Schrein mit dem riesigen Tor aus Stein.

Auf dem Rückweg finde ich noch einen kleinen Supermarkt neben der Haltestelle. Als ich reinkomme sind sie gerade dabei die Preise für die frischen Sachen, wie Sushi und so, zu reduzieren. Da lass ich mich nicht lumpen und schlage gleich wieder beim Sashimi zu.

 

01.10.2018 – Weiterfahrt nach Osaka mit Zwischenstop in Himeji

Kurz nach 7 Uhr wache ich auf und mein erster Blick geht noch draußen und Überrraschung. Ichr eise ab und das Wetter wird besser. Der Himmel zeigt kaum noch Wolken und es regnet nicht mehr. Um 07:40 Uhr mache ich den Check-Out und fahre mit der Straßenbahn zum Bahnhof. Heute dauert es ein paar Minuten länger, so daß ich kurz nach 8 Uhr dort ankomme. Vor dem Bahnhof stehen Sie schon wieder Schlange für die Straßenbahn und der Himmel ist Blau.

Mein Zug der Sakuara 540 (ganz unten) mit dem Endziel Shin-Osaka fährt um 8:26 Uhr von Gleis 14.

Wie man sieht, hat der Zug 8 Wagen. Es gibt auch eine Alternative mit 16 Wagen, dann ist die aufgezeichnete Warteposition auf dem Bahnsteig zum Betreten der richtigen Abteile eine Andere. Während ich warte, fährt gerade ein Shinkansen ein, der mit Hello Kitty Motiven und der pinken Farbe lackiert ist. Wahnsinn die Japaner, Sachen gibts.

Es geht wie immer pünktlich los, in Okayama muss ich einmal umsteigen. Kein Problem, da 13 Minuten Zeit und am Gleis 24 gegenüber, Ankunft ist auf Gleis 23.

Es gibt einen Zwischenstop in Fukuyama, im Hintergrund kann man die Burg Fukuyama erkennen, die direkt neben dem Bahnhof liegt.

Das Umsteigen klappt problemlos und es ist noch genügend Zeit bis der Zug wieder losfährt.

Es sind viele Plätze in meinem Abteil unbesetzt und ich sitze in einer 2-er Reihe, ohne Sitznachbarn. Um 09:57 Uhr komme ich, nach einem 13 Minuten Halt in Aioi, und insgesamt 88 Kilometern Fahrt in Himeji an und mache mich erst mal auf die Suche nach einem Schließfach für meinen großen Rucksack, da ich den nicht die nächsten Stunden rumschleppen will. Und die ersten Locker sind schnell gefunden, gelich wenn man von den wenigen Shinkansen Bahnsteigen runter kommt, noch bevor man durch die Schranke geht. Ist aber kein Problem, denn mit dem Railpass kann man ja wieder rein, Gepäck holen und je nachdem wie man weiter fährt, wieder raus. Es gibt hier 3 verschiedene Größen, für 300, 500 und 700 Yen. Für meinen Rucksack reicht die Größe 500 Yen gerade so. Ein großer Koffer benötigt mindestens das 700 Yen Fach.

Die Locker nehmen nur 100 Yen Münzen. Also entweder genügend Kleingeld dabei oder gleich gegenüber sind noch mehr Locker und daneben ein Münzwechsler. Der Automat nimmt 1000 Yen Scheine oder 500 Yen Münzen und wechselt dann in 100 Yen Münzen.

Danach Gepäck rein, Münzen einwerfen und Schlüssel abziehen. Wichtig scheint mir auch, sich den genauen Standort zu merken, denn irgendwie sieht alles gleich aus. Die Nummer des Faches muss man sich nicht merken, den die steht auf dem Schlüssel.

Übrigens habe ich auf dem Weg nach draußen noch andere Schließfachanlagen gesehen. Also kein Problem, wenn nicht viel los ist und wenn man früh dran ist. Es ist wie immer alles gut ausgeschildert und ich nehme den Haupteingang,

Und schon bin ich draußen vor dem Haupteingang und wage nochmal einen Blick zurück.

Die Straße immer geradeaus sehe ich schon von weitem die Burg Himeji. Was ich auch sehe ist das tolle Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein und warm.

Es gibt mehrere kleine Einkaufspassagen auf beiden Seiten. In einer vom Bahnhof kommend links, nicht weit weg vom Bahnhof, habe ich auch Locker gesehen, da lag der Preis bei 100 Yen weniger, als im Bahnhof. Die Großen waren aber alle belegt.

Entlang des Weges sind in unregelmäßigen Abständen kleine Bronzestatuen mit den unterschiedlichsten Motiven aufgestellt. Was sie wohl denkt?

Übrigens der gesamte Bereich, also der Weg zur Burg und der Bereich um die Burg ist absolute Nichtraucher-Zone.

Laut diesem Schild sind es zur Burg 720 Meter und zurück zum Bahnhof 570 Meter.

Jetzt bin ich nicht mehr weit weg und kann die Burg schon schön sehen.

Ich nehme das Ote-mon Gate hier nach links.

Die Mauern um die Burg sind von einen Wassergraben umgeben.

Über diese Brücke kommt man über das Wasser und direkt zum ….

Ote-mon Tor, um von hier auf das Innengelände zu kommen.

Von hier hat man dann die volle Pracht der Burg zum fotografieren. Hier haben auch professionelle Fotografen ihre Kameras aufgebaut.

Auf diesem Lageplan kann man die komplette Anlage und die Wege sehen.

Ich gehe nach rechts und komme am Eingang zum Zoo vorbei.

Hier gibt es zwischen den Kirschbäumen, die so zwischen Ende März und Anfang April blühen, extra Wege, um die schönsten Fotos machen zu können.

Die Burg nochmals aus zwei anderen Perspektiven fotografiert.

Nachdem ich mich entschieden habe, nicht ins Innere der Burg zu gehen, mache ich mich auf Weg einmal komplett außenrum.

Alles ist wunderschön angelegt, mit vielen Bänken um auszuruhen oder zu rasten. Und überall Kirschbäume, ich denke im Frühjahr ist hier die Hölle los.

Am Ende des Weges komme ich noch am Eingang des Koko-en Gartens vorbei.

Der Garten ist in mehrere Bereiche eingeteilt, näheres kann man aus dem Lageplan entnehmen.

Auf dem Rückweg nehme ich die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg, nur auf der anderen Gehwegseite. Nach einem schnellen Kaffee im Sitzen laufe ich zurück zum Bahnhof. Nachdem ich durch die beiden Schranken (JR Gate und Shinkansen) bin, hole ich meinen Rucksack aus dem Schließfach und gehe wieder aus dem Shinkansen Bereich heraus. Mein Zug ein Limited Express Super Hakuto fährt von Bahnsteig 5, einen Sitz habe ich diesmal nicht reserviert. Nach einer Durchsage weiß ich, dass der Zug 5 Wagen hat, die Wagen 1 und 2 sind nicht reserviert und die Wagen 3-5 reserviert. Die Wagen 1 und 2 sind am Ende des Zuges. Somit weiß ich, dass ich richtig stehe.

Zu guter letzt wird noch durchgesagt, dass der Zug Verspätung hat, sage und schreibe 3 Minuten. Und tatsächlich, er rollt 3 Minuten später ein.

Es ist ziemlich leer im Abteil, so ist es kein Problem einen freien Sitzplatz, auch am Fenster, zu bekommen. Wie man sieht, gibt es auf jeder Seite eine 2-er Reihe.

Das wird mein Platz am Fenster für die nächsten 54 Minuten sein. So lange braucht der Schnellzug für die knapp 88 Kilometer nach Osaka Station. Mit dem Shinkansen wäre es nicht viel schneller gewesen, den die halten nicht an der Osaka Station, sondern an der Station Shin-Osaka. Von da hätte ich dann noch zur Osaka Station fahren müssen.

Die Beinfreiheit ist wieder mal ausgezeichnet und es gibt wieder ein Steckdose am Platz.

 

01.10.2018 – Ankunft in Osaka und kleiner Rundgang

Wie auch schon die Himeji Station ist die Osaka Station auf den ersten Blick übersichtlich, zumindest was den JR Bereich, in dem ich ja bleiben kann, betrifft. Ich wechsele in die JR Tokaido-Sanyo Linie, die auf Bahnsteig 6 losfährt.

Im Zug ist nicht allzu voll. Ich muss eh bloß eine Station fahren, die Fahrzeit beträgt normalerweise 3 Minuten. Man darf dies aber nicht unterschätzen, denn zu Fuß sind das fast 4 Kilometer.

Auf Grund einer Störung wartet der Zug vor der Einfahrt in den Bahnhof Tsukamoto ein paar Minuten davor.

Aus dem Bahnhof raus nach rechts und noch etwa 150 Meter, dann sieht man das Hotel schon.

Das Best Western Osaka Tsukamoto, gebucht bei Agoda 5 Nächte für 26.086.- Yen. Das sind nicht mal 40.- Euro pro Nacht, ein wahres Schnäppchen. An der Rezeption werde ich sehr nett empfangen und witzig finde ich, dass sie beim Check-In immer nett fragen, ob sie die Passseite fotokopieren dürfen.

Einen kleinen Frühstücksraum gibt es auch in der Lobby, Frühstücksbuffet kann für 800.- Yen pro Person und Tag hinzu gebucht werden. Ich denke nicht, das ich das brauche.

Diesmal bin ich nicht ganz oben, sondern in der Mitte der Stockwerke untergebracht.

Diesen Anblick kennt man ja schon, die Bäder aller Hotels in denen ich bis jetzt war, sind identisch.

Als erstes muss ich mir Wasser und weitere Getränke kaufen. Als erstes probiere ich es bei diesem Family Mart, direkt neben dem Hotel.

Auch in diesem Lawson Markt gibt es keine 2 Liter Flaschen Wasser. So grase ich noch einige Läden ab, überall sind die 2 Liter Flaschen ausverkauft. Keine Ahnung was da los ist, habe die Leute wegen Taifun Gefahr Wasser gebunkert? Zu guter letzt finde ich einen Supermarkt, der wie ein Discounter aufgebaut ist. Dort gibt es noch große Flaschen, dazu noch einiges billiger, als ich bisher bezahlt habe. Voll bepackt schleppe ich mich zurück zum Hotel.

Da ich schon bei meiner Wassersuche diese Laundry entdeckt habe und mir langsam die Wäsche ausgeht, bringe ich meine Schmutzwäsche in den Waschsalon. Ich habe Kleidung für etwa 10 Tage dabei, weshalb ich jetzt ein bisschen waschen muss.

Waschmittel gibt es hier, kostet 40 Yen und der Automat nimmt nur 10 Yen Münzen. Leider habe ich nur 3 Münzen, weshalb ich kurz in einem Laden in der Nähe Geld wechseln gehe.

Es gibt mehrere Maschinen, ich nehme die mit 4,5 kg Waschvermögen, die kostet 200 Yen. Nach dem Geldeinwurf drückt man den Knopf im orangenen Feld, dann wird die Trommel gespült. Anschließend befüllt man die Trommel und gibt das Waschmittel hinzu.

Die nächsten 38 Minuten kann ich mich zurücklehnen. Ich habe aber meinen Laptop dabei und kann die Wartezeit gut nutzen.

Dann geht alles in den Trockner, 8 Minuten für 100 Yen. Da es nicht komplett trocken ist, investiere ich nochmals 100 Yen und lasse den Trockner nochmals 8 Minuten laufen.

Langsam wird es schon dunkel, aber ich will noch eine Reservierung machen. Zu diesem Zweck fahre ich zur Osaka Station. Die Schlange existiert, aber bei weitem nicht so lange, wie das letzte Mal.

Nach etwa 10 Minuten warten bin ich dran. Leider gibt es für meinen Zug am Samstag keine Platz mehr am Fenster, geschweige den auf einem der Plätze A. Somit habe ich eine Platz D am Gang, was ich nicht so sehr bedauere, da das Wetter am Samstag wieder schlecht sein soll und es dann eh keine Sicht auf den Mount Fuji gibt.

Im Anschluss gehe ich noch in ein Einkaufscenter neben dem Bahnhof. Dort Ist ein UNICLO Laden, in dem ich noch ein bisschen einkaufe. Die Sachen, die ich kaufe kosten halb so viel, wie in Deutschland. Außerdem kann man bei einem Kauf über 5000.- Yen, sich bei der Ausreise die Steuer am Flughafen zurück zahlen lassen.

Auf dem Heimweg zum Hotel nehme ich mir direkt neben dem Hotel ein paar gebratene Nudeln mit Kraut mit, 400.- Yen und super lecker.

 

02.10.2018 – Osaka – Tag 2 beginnt mit Osaka Castle

Nach 9 Uhr gehe ich raus und laufe zu meiner JR Station Tsukamoto. Kein reisen Ding, da nur 150 Meter entfernt. 3 Minuten später sitze ich schon in der Bahn. Erst geht es 1 Station zur Tokio Station.

Dort ist die Hölle los, obwohl schon 9:50 Uhr, vielleicht haben die eine andere Rushhour hier. Auf Bahnsteig 2 fahre ich mit der Osaka Loop Line ab.

Die Loop Line (auf dem Bild Rot) hat 19 Stationen und ist 21.7 Kilometer lang. Die Bahnen fahren in beide Richtungen etwa alle 7 Minuten, die Benutzung ist im JR Railpass inkludiert.

Nach 5 Stationen komme ich am Bahnhof Morinomiya an. Der Weg zur Osaka Burg wird schon im Bahnhof angezeigt.

Aus dem Bahnhof rechts raus und schräg gegenüber beginnt schon der Park, die Burg sieht man schon von weitem.

Wer die etwa 1 Kilometer bis zur Burg nicht laufen will, kann auch mit dieser oder einer anderen Bahn fahren. Der Preis für Erwachsene dürfte bei 200 Yen pro Fahrt liegen.

Der Lageplan verdeutlicht, das es sich schon um großes Gelände mit viel Garten und Wald handelt.

Und ein Starbucks mitten im Park darf natürlich auch nicht fehlen.

Das Alte und das Neue nah beieinander. Vom Wassergraben um das Burggelände sieht man die modernen Hochhäuser im Hintergrund.

Gegenüber des Einganges zur Burg ist eine Statue und weiter im Innern ein Schrein.

Hier ist das Haupttor, das Sakuramon Gate, der Zugang zum eigentlichen Hauptgebäude.

Über diese Brücke überquert man zuvor den Wassergraben, der die Burg umgibt.

Jetzt steht man vor dem Hauptgebäude, es ist garnicht so viel wie ich gedacht habe. Und wieder Kaiserwetter, blauer Himmel, Sonnenschein und schon 23 Grad.

Diese Burg gefällt mir irgendwie besser, als die ich mir gestern angeschaut habe. Wobei man schon bedenken muss, dass Himeji nahezu Original ist und diese Burg wurde auch wieder aufgebaut, nachdem sie zerstört war.

Diese Gebäude (Miraiza) steht unmittelbar neben der Burg und diente vor dem Umbau einem Teil der Japanischen Armee als Hauptquartier. Jetzt befindet sich eine Art Shopping Mall, in der man Einkaufen, Essen und Trinken kann, in dem Gebäude.

Durch das Otte-mon Tor verlasse ich das Gelände innerhalb der Mauern wieder.

Hier ist der Zugang zum Ote-mon Gate aus der anderen Richtung.

Danach sieht man diese modernen Gebäude. Rechts ist ein Polizeigebäude mit einen futuristischen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach.

Auf meinem weiteren Weg komme ich nochmals am Burggraben mit dieser schönen Aussicht vorbei.

Entlang des Weges, der wieder von vielen Joggern genutzt wird, kommt der Kyoikuto Park mit diesem Bauwerk.

Auch hier muss man sagen, handelt es sich um ein Gelände mitten in der Stadt mit einem sehr hohen Erholungswert und die Wegweiser zeigen mir den Weg zur Station zurück.

Neben dem Bahnhof schlendere ich noch durch diese Mall.

Auf dem Dach haben die extra eine eigene Laufstrecke ….

…. und 2 Futsal Sportplätze.

Hier geht es zurück zur Morinomiya Station. Neben der JR Linie gibt es auch eine U-Bahn Station.

In der Nähe der Osaka Station gehe ich nochmal in ein Kaufhaus, um noch einmal einen UNICLO Shop zu besuchen. Auf der Fahrt mit dem Fahrstuhl vom 13. Stock nach unten, bin ich mit einem älteren Japaner alleine im Fahrstuhl. Er fragt mich: Where do you come from? Ich antwortete: Germany! Er: Ah Germany! Are you alone? Ich: Yes! Er: We will have Typhon No. 25! Ich: When? Er: This weekend! Naja, meint er noch vielleicht trifft der Taifun Japan diesmal nicht. Na Prost Mahlzeit, denke ich. Dieses Wochenende? Da geht mein Flieger nach Hause. Dann bummle ich durch diese Einkaufspassage, von denen es hier Tausende zu geben scheint.

Da gibt es auch ein Neues München, vielleicht gibt es jau auch noch ein Altes, neben dem in Deutschland.

Diesmal muss ich eine U-Bahn nehmen und damit kommt meine Suica Card wieder zum Einsatz, die einfache Fahrt liegt bei 230 Yen. Schräg gegenüber der U-Bahn Station Ebisucho beginnt der Eingang zum Viertel Shinsekai.

Nachts sieht es hier bestimmt viel viel bunter aus, vielleicht kann ich das die Tage noch nachholen.

Ein Blick nach oben zeigt den Aussichtsturm Tsutenkaku, der 103 Meter hoch ist. Die beiden Aussichtsetagen befinden sich auf 84 Meter und 87 Meter Höhe.

Erst muss man mal ein 1 Etage tiefer. Dies geht mit dem Fahrstuhl oder über eine Treppe.

Am Ticketschalter ist eine kleine Schlange, etwa 5 Minuten Wartezeit.

Das Ticket kostet 700 Yen und ist das erste Ticket, welches ich kaufe seit ich unterwegs bin. Aber bei dem schönen Wetter möchte ich die Aussicht oben nochmal genießen.

Es geht erst mal auf das 2. Stockwerk und dann geht der Gang durch den gesamten Stock.

Bis man hier vor den beiden Fahrstühlen, die nach oben gehen, platziert wird.

Von oben hat man dann tatsächlich eine tolle Aussicht in alle Richtungen ….

…. sogar die Straße auf der ich vorher gekommen bin, sieht man von oben.

Auf dem Rückweg wird man durch zahlreiche Ausstellungen geführt. Hier geht es unter anderem um den Verkauf von Pocky. Das sind so Sticks, vom aussehen wie Salzstangen, aber meistens mit Schokolade überzogen.

Dann führt der Weg durch einen Laden, wo man nochmal alles kaufen kann.

Noch ein Blick zurück, von einer anderen Straße, bevor es weiter geht.

Zu Fuß schlendere ich durch die Gassen zum Kuromon Markt.

Die Stände mit Frischwaren sind gerade dabei abzubauen.

Hier gibt es noch Austern ….

…. daneben andere Meeresfrüchte.

Nicht weit entfernt vom Markt komme ich nach Dotoburi. Hier ist richtig Betrieb und es sind Menschenmassen unterwegs.

Diese Reklameschilder machen jeweils Werbung für die darunter liegenden Restaurants.

Von hier blickt man auf die Dotonbori Brücke ….

…. und hier ein Eingangstor.

Vor der Fahrt mit der U-Bahn zurück mache ich schnell noch ein Foto von diesem witzigen Gebäude mit dem Namen Namba Hips.

An der Station Osaka laufe ich noch ein bisschen durch die Straßen ….

…. bevor ich wieder ins Hotel fahre. Mittlerweile bin ich total kaputt, ich habe heute 23.000 Schritte auf der Uhr, mir qualmen die Socken. Auf dem Weg kaufe ich noch ein bisschen Sushi im Supermarkt und esse es auf dem Zimmer. Morgen soll es wieder schön und 27 Grad warm werden.

 

03.10.2018 – Ausflug nach Kyoto

Heute Morgen bin ich kurz vor 7 aufgewacht und war um 7:46 Uhr schon in der Bahn in Richtung Osaka Station. Mein Ziel heute sind ein paar Sehenswürdigkeiten im etwa 46 Kilometer entfernten Kyoto.

Dort musste ich umsteigen von Gleis 7 auf Gleis 9 in die Bahn nach Kyoto Station, wo ich schon um 8:24 Uhr eintraf.
Hier musste ich zügig auf Gleis 32, um zum meinem Zug zu kommen und nur 4 Minuten Zeit waren.

Der Zug war schon proppenvoll und es wollten noch viele einsteigen. Ganz hinten, aus meiner Sicht gesehen, waren noch ein paar Stehplätze zu bekommen.

Die Station Emmachi ist nur 3 Halte und 9 Minuten Fahrt entfernt.

Vom Bahnhof raus und um die Ecke geht es zur Bushaltestelle.

Der Bus kommt auch bald und ich bekomme gerade noch einen Stehplatz. Nach 6 Stationen muss ich wieder raus. Die Fahrt soll 230 Yen kosten, die man mit der Karte (auch Suica, aber ohne Rabatt) oder abgezählt in Bar zahlen kann.

Irgendwann merke ich, dass ich im falschen Bus (obwohl richtige Nummer) bin und wir auf dem Gelände einer Universität sind und alle ausgestiegen sind. Der Fahrer sagt, hier ist die Endhaltestelle. Nachdem ich ihm gezeigt habe, wo ich hin will, erlässt er mir den Fahrpreis und ich steige ohne zu bezahlen aus. Allerdings habe ich jetzt einen Fußweg von etwa 1 Km vor mir.

Dort angekommen, schwitze ich schon ein bisschen und es geht erst mal links hoch zu meinem ersten Ziel dem Tempel Kinkaku-ji.

Hier sieht man wieder viele Leute mit Tracht, Jungs …..

…. und auch Mädels tragen sie. Ich denke aber auch hier, dass es nur Touristen sind, die die Tracht geliehen haben.

Am Eingang ist eine kleine Schlange, kein riesen Ding. Es wird getrennt nach Gruppen oder Einzelreisende angestanden.

Als erstes geht es zur Kasse, da werden 400 Yen pro Erwachsener fällig.

Dann geht es auf das Tempelgelände und es ist so voll, dass man in eine Richtung geschoben wird und ein umkehren nahezu unmöglich ist. Am Rand kann man aber trotzdem schöne Fotos machen.

Mit dem tollen blauen Himmel, dem Grün und dem Wasser, ist der Goldene Tempel schön anzusehen.

Ich mache ein paar Fotos aus den verschiedenen Perspektiven.

Die Gärten sind wirklich schön angelegt und die Massen schieben einem hier vorbei.

Es geht ein bisschen den Berg hoch und die Trachten sind wieder vor mir.

Es sind heute viele Schulklassen unterwegs, vielleicht ist es deshalb so voll hier. Eine der Gruppen lässt sich hier gerade fotografieren.

Trotz des Gedränges kann man einen Blick ins Innere des kleinen Häuschens werfen.

An diesem Schrein, der kurz vor dem Ausgang ist, bleiben viele Leute stehen.

Auch hier kein man einen Blick riskieren, wirklich schön anzusehen.

Dann geht es wieder die Stufen nach unten ….

…. und ein letzter Blick zurück. Ist der Himmel nicht schön, es hat schon 24 Grad.

An dieser Bushaltestelle warte ich auf meinen Bus mit der Nummer 205 zur Bahnstation Emmachi. Ein Deutsches Pärchen kommt dazu, als gerade ein Express Bus, mit dem Ziel Kyoto Station einfährt. Die beiden nehmen diesen Bus, der auch nur 230 Yen kostet.

Nach 6 Stops komme ich an der Bahnstation an und nehme den JR der San-In Line nach Saga-Arashiyama, natürlich kostenlos, da Railpass.

An der Station raus geht es gleich rechts, in Richtung meines nächsten Zieles dem Arashiyama Bamboo Grove.

Hier mieten sich viele Leute auch Fahrräder, um nicht alles laufen zu müssen.

Nachdem ich an diesem Grundstück vorbei gekommen bin, kommt so eine Mietstation. Die Räder kosten 1000 Yen pro Tag und Elektroräder kosten 1700 Yen pro Tag. Gepäck kann man auch deponieren, 300 Yen pro Stück.

Im Bambuswald ist auch die Hölle los und auch hier Menschenmassen.

Der Wald ist schön anzusehen, doch denke ich, dass es im Winter hier besser ist. Die Laubbäume tragen keine Blätter und dann kommen die Bambusstämme viel besser zur Geltung.

Dennoch ist es schön und man kann auch die Natur genießen. Was bei der Lauferei von Vorteil ist, ist der Schatten, denn die Sonne ist heute wieder sehr stark.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof sind schon wieder die Trachten unterwegs.

Noch 100 Meter, dann habe ich es geschafft, heute werden wieder Kilometer und viele Schritte gemacht.

Um 11:03 Uhr geht es zurück nach Kyoto, von wo ich dann mit einmal umsteigen zum nächsten Ziel komme.

An der Inari Station zeigt auch schon direkt nach dem Aussteigen aus der Bahn ein Schild in Richtung Fushimi Inari-Taisha, einem Shinti Schrein mit ganz ganz vielen Toren.

Das erste Tor ist schon am Eingang ….

…. durch das Zweite bin ich gerade durch und stehe an einem Schrein.

Auch hier sind wieder viele Trachten unterwegs, die sich auch säubern.

Das erste Hinweisschild zeigt die Strecke, die man laufen muss, um nach ganz oben auf den Berg Inari zu kommen.

Wenn überrascht es, auch hier Menschenmassen, die sich den Berg hochquälen.

Jetzt wird einem erst klar, welcher lange Weg einem bevorsteht, wenn man ganz hoch will.

Und die Karawane zieht weiter, hauptsächlich Einbahnstraße und nach oben.

Ab und an kommen mal kleine Lücken, die die Chinesen dann nutzen um ausgiebig zu posen und zu fotografieren.

Hier kommt eine Gabelung, rechts nach oben und die linke Spur nach unten.

Von hier kann es nun nicht mehr weit sein nach oben, denn mir ist schon ganz warm geworden und die Lauferei ist doch anstrengend. Dachte ich!

Hier wird angezeigt rechts hoch, von hier noch 25 Minuten. Das ist der Punkt, an dem ich aussteige und links abbiege.

Beim Abstieg hat man dann nochmal einen herrlichen Blick auf Kyoto.

An der Bahnstation angekommen, nehme ich den Zug in Richtung Kyoto.

Da rollt er auch schon ein, auf dem Bahnsteig 2 ist derweil schon ein ganz schönes Gedränge.

Ich fahre von der Inari Station mit der JR Nara Line nur 1 Station weiter zur Tofukuji Station, wo ich 2 Minuten später schon wieder aussteige.

In der Nähe ist die Bushaltestelle, an der ich auf den Bus warte. Da kommt er dann auch schon der Bus 207.

Die Fahrt geht 8 Minuten und ich steige, nach Bezahlung von 230 Yen, an der Haltestelle Gojozaka aus. Nach einer etwas längeren Mittagspause, nehme ich mein nächstes Ziel in Angriff. Draußen hat es mittlerweile 27 Grad und ein knapper Kilometer zu Fuß trennen mich von dem Tempel Kiyomizu-dera. Mein Weg führt mich durch eine lange Straße mit Meschenmassen und ein Geschäft für Touristen neben dem Anderen.

Ein paar Stufen noch hoch und sieht man den Tempel und die Pagode.

Beides noch einmal von näher fotografiert.

Von da oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und sieht auch den Kyoto Tower. Mittlerweile ist der Himmel Grau und nicht mehr Blau, es ist aber immer noch angenehm warm.

Zurück laufe ich durch eine andere Straße, in der gibt es nicht so viele Läden und somit auch nicht so viele Menschen.

Mein nächster Weg soll zum Nishiki Markt führen. Es sind zwar 2,3 Kilometer, aber ich will ja was sehen, weshalb ich zu Fuß gehe.

Nach dem Überqeren dieser großen Einkaufsstraße, treffe ich am Nishiki-Markt ein.

Die Einkaufspassagen mit den einzelnen Ständen gehen nach rechts ….

…. und nach links. Ich laufe erstmal nach links.

Es werden viele Sachen zum Verkauf angeboten. Hier gibt es hauptsächlich frittierte Leckereien.

Hier gibts frischen Fisch, Muscheln und andere Meeresfrüchte.

Beim weiterlaufen komme ich zu diesem Gate und entdecke meinen Lieblings Burger Laden für Chickenburger, Wendy´s gibt nicht nur in den USA.

Langsam dämmert es und die ersten Lampions gehen an.

Mein letztes Ziel für heute soll das Viertel Gion sein. Um dort hin zu kommen muss ich über diese kleine Brücke.

Dann überquere ich die große Brücke über den Fluß.

Es ist noch nicht mal dunkel und schon sind die Menschenmassen am Tor zum Zugang zu Gion unterwegs.

Auch in der Straße ist schon reges treiben, obwohl noch alle Läden geschlossen sind. Das gebe ich mir heute nicht mehr.

Ich mache mich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle, von der ich zur Kyoto Station fahren kann. Diese befindet sich direkt neben diesem Aufgang zu einem Tempel.

Von dort fahre ich mit dem Bus Nr. 100 in 20 Minuten zur Kyoto Station. Ich bezahle 230 Yen und langsam wird meine Suica Card leer. Ggf. muss ich die nochmal aufladen, bevor ich wieder heim fliege.
Übrigens gibt es in Kyoto einen Tagespaß für die Busse. Der Preis liegt bei 600 Yen und hätte sich für mich schon gelohnt, denn ab 3 Fahrten für jeweils 230 Yen liegt man schon drüber.

Während meiner Fahrt komme ich kurz vor der Kyoto Station am Kyoto Tower vorbei und kann diesen Schnappschuß aus dem Bus machen.

Am Bahnhof angekommen, muss ich bisschen rennen, denn mein Zug muss gleich kommen.

Kaum eingetroffen fährt der Limited Express Kuroshio 23 auf Gleis 7 ein. Reserviert habe ich nicht, ich denke ich werde einen Platz im nicht reservierten Teil bekommen.

Der Wagen 3, wie auch fast alle anderen Wagen, ist komplett leer und ich habe die freie Auswahl, Fenster oder Gang, Links oder Rechts.

Ich entscheide mich für Fenster Rechts und mache ein Foto von der linken 2-er Reihe. Die Sitze sind sehr bequem, einen Stromanschluß konnte ich am Platz nicht finden.

Nach einem weiteren Umsteigen an der Osaka Station, treffe ich gegen 19 Uhr im Hotel ein, nachdem ich mich im Supermarkt noch mit Essen und Trinken eingedeckt habe.

Morgen soll es spätestens gegen Mittag regnen, morgens ist die Regenwahrscheinlichkeit geringer. Entgegen der vorherigen Vorhersagen, kann es am Freitag doch nochmal einen Tag ohne Regen geben. Schaun wir mal, ich nehme es wie es kommt. Was den Taifun betrifft habe ich auch keine neuen Infos.

Übrigens konnte ich die Schrittzahl von gestern leicht toppen und kam heute auf 23.500 Schritte.

 

04.10.2018 – Osaka – Bei Regen von Mall zu Mall

Da es draußen auch wirklich grau am Himmel war, habe ich es ganz gemütlich angehen lassen. Ich war erst gegen 10 Uhr an meiner JR Station.

Eine Station und 4 Minuten später bin ich wie immer an der Osaka Station, um in die Metro umzusteigen. Vorhin habe ich noch ein bisschen Geld nachgeladen, da die Suica Karte fast leer war. Ich lade jetzt nur noch sporadisch nach, wenn ich weiß das ich noch fahre. Zur dortigen Metro, der Umeda Station (M16), sind es 400 Meter zu Fuß.

Dort steige ich in die Midosuji Linie ein, um 3 Stationen zur Haltestelle Shinsaibashi (M19) zu fahren. Es dauert etwa 10 Minuten und auf der Karte sind 230 Yen weniger drauf.

Heute will ich mich nur in den Shopping Malls und Arcaden rumtreiben. Der Wetterbericht hatte recht und um 10:30 Uhr, beim betreten der Shinsaibashi Shopping Arcade fängt es an zu regnen. Laut Vorhersage soll das bis heute Abend so bleiben.

Manche Geschäfte machen erst um 11 Uhr auf, es gibt aber auch einige Geschäfte, ins Besondere zum Essen, die schon offen haben.

Da ich noch etwas Kosmetik mitbringen soll, bin ich verstärkt in den Kosmetikläden unterwegs. Dabei fällt mir auf, dass ein Laden neben dem Anderen ist. Auf kürzester Strecke war ich bestimmt in 20 Drugstores.

Auf der Dotobori Brücke sieht man diese riesigen Reklameschilder, die bestimmt bei Nacht noch besser zu Geltung kommen.

Auch dieses bekannte Motiv ist von der aus Brücke zu sehen.

Geradeaus kommt man direkt in die nächste Arcade von Ebisubashi-Suji.

Vor dem Eingang tümmeln sich die Menschen mit ihren Schirmen, denn es regnet langsam stärker.

Ich habe schon eine Weile Hunger, als mir direkt vor der Namba U-Bahn Station ein Wendy´s Burger Laden auffällt. Heute komme ich nicht dran vorbei und muss unbedingt rein.

Ich bestelle mir einen leckeren Chickenburger und Pommes mit Chili-Cheese Soße dazu. An dieser Station kann man sich Soßen, auch Scharfe und auch Ketchup holen.

Nach dem Essen drücke ich mich noch längere Zeit in den Einkaufspassagen herum.

Von der Namba Station fahre ich zurück zu meinem Hotel, wo ich dann bei Kaffee und Kuchen ein kleine Pause einlege.

Die Namba U-Bahn Station liegt an der Sennichimae Linie, die Fahrt kostet wie immer 230 Yen.

Frisch gestärkt mache ich auf den Weg zu meiner JR Station. Es hat mittlerweile aufgehört zu regnen. Dieser Frisörladen ist mir die letzten Tage schon aufgefallen. Da es bei mir mal wieder Zeit ist, will ich es wagen und gehe rein. Bezahlt wird an einem Automat, der Preis liegt bei 1080 Yen. Das Ticket bestimmt die Reihenfolge, in der man dran kommt.

Es sind noch 2 Leute vor mir und ich muss etwa 15 Minuten warten bis ich dran komme. Irgendwie ist das hier voll hygienisch, für jeden einen neuen Umhang und Kamm. Die anderen Geräte werden in so eine Art Mikrowelle gelegt und so desinfiziert. Am Ende des Haare schneidens haben sie so eine Art Staubsauger und dami werden alle abgeschnitten Haare auf dem Kopf bzw. der Kleidung weggesaugt. Alles in Allem war ich zufrieden, auch mit dem Schnitt!

Frisch gestylt fahre ich heute mal nicht in Richtung Osaka Station, sondern eine Station in die entgegen gesetzte Richtung, zur Station Amagasaki.

Beim Verlassen der Station sehe ich diese Mall, in die ich erst einmal rein gehe.

Im Supermarkt besorge ich mir mein Abendessen (es gibt mal wieder ausnahmsweise Sashimi) und noch ein paar Getränke.

Für Morgen sind 28 Grad vorher gesagt, allerdings soll es auch bewölkt sein. Ich werde mir für Morgen noch etwas überlegen. Vielleicht mache ich noch ein kleinen Ausflug.

 

05.10.2018 – Kurzer Ausflug nach Nara

Gestern Abend habe ich noch ein bisschen im Internet recherchiert, was ich so noch unternehmen kann. Letztendlich endete ich bei der Auswahl Kobe oder Nara, meine Wahl fiel auf Nara. Es sollte wirklich nur ein Kurztrip werden, um den berühmten Tempel mit dem großen Buddha und den darum liegenden Gärten mit den frei lebenden Rehen und Hirschen anzuschauen.
Mein Weg am Morgen führte mich mit der Local Bahn von meiner Station direkt bis Shin-Osaka. Es ist gssar nicht voll heute Morgen, ich hoffe Morgen wird es auch so sein, denn ich werde etwa um die gleiche Zeit meinen Weg zum Flughafen Haneda in Tokio beginnen. Von Vorteil ist, dass Morgen Samstag ist.

Auf der App Hyperdia sieht es so aus als ob man in Osaka umsteigen müsse. Ankunft Gleis 7 und Abfahrt gleiches Gleis, dazwischen 3 Minuten Zeit. Es ist aber der gleiche Zug und man kann einfach sitzen bleiben. In Shin-Osaka muss ich aber dann wirklich raus und wechsele in den Limited Express Kuroshio 3. Ich habe natürlich keine Reservierung, aber in den Wagen 2 und 3 wird keine benötigt. Der gleiche Standard wie bei den anderen Limited Express, die ich bisher gefahren bin. Wie bisher auch, gibt es keinen Stromanschluss.

In Tennoji steige ich wieder aus und muss ich ein weiteres Mal umsteigen. Dieses mal nur auf das Bahnsteig gegenüber, in den Local Rapid.

Pünktlich auf die Minute komme ich an der Nara Station an. Nara hat 2 Stationen, auf dem Weg zum Nara Park (etwa 3 Kilometer entfernt), liegt die 2. Station etwa in der Mitte, als näher zum Park. Zu dieser Station fahren aber die JR Züge (und somit kostenlos) nicht, also für mich keine Alternative. Da ich mir heute keinen Streß mehr machen und auch nicht so weit laufen will, habe ich mich nach Bussen in Nara erkundigt.

Und man muss einfach der Beschilderung zur Exit East folgen und vor dem Gebäude stehen schon entsprechende Schilder.

Von weitem sieht man dann auch schon die etwa 200 Meter entfernte Bushaltestelle. Es gibt eine Loop Line, gelbe Busse, die in und auch gegen den Uhrzeigersinn fahren.

Diese gelben Busse fahren alle paar Minuten und die Fahrt kostet für die einfache Strecke 210 Yen, die man auch mit der Suica oder auch mit anderen Karte bezahlen kann.

Es fahren aber auch andere Busse in Richtung Nara Park. Einen dieser Anderen nehme ich, da er früher los fährt. Hier läuft es anders beim Bus fahren, wie es mir vorher bekannt war. Hier steigt man vorne ein, bezahlt gleich beim Fahrer und steigt hinten wieder aus.

Am Nara Park mache ich die erste Begegnung mit den Rehen und Hirschen. Die sind wirklich überall und laufen zwischen den Menschenmassen herum und laufen auch auf die Straße.

Die haben keinerlei Scheu oder Angst, sind zum Teil sogar aufdringlich, um nach Futter zu betteln.

Sie sind überall ….

…. Hunderte ….

…. oder gar Tausende?

Wenige Schritte entfernt kommt das erste Tor, welches man durchschreitet um zum Todai-ji Tempel zu kommen.

Links und …..

rechts sind diese beiden Statuen im Innern des Tores zu bewundern.

Neben den Hirschen sind auch wieder sehr viele Menschen unterwegs.

Ins Besondere viele Schulklassen sind vor Ort, die sich in Gruppen formiert haben.

Hier ein Lageplan mit der Anlage um den Haupttempel herum.

Jetzt kommt das zweite Tor, dahinter ist der Haupttempel. Durch dieses Tor kann man nicht gehen.

Man muss nach links zum Eingang und Kassenhäuschen gehen.

Eintrittskarten gibt es für Erwachsene zum Preis von 600 Yen für den Tempel. Zusammen mit dem Museum kostet das Ticket 1000 Yen. Ich möchte nur den Tempel sehen und nehme eins für 600.

Beim Kassenhäuschen und vor dem Eingang kann man schon mal einen ersten Blick wagen.

Hier werden die Tickets kontrolliert. Das bedeutet, alles was man vorher sieht und auch fotografiert, geht ohne ein Ticket zu kaufen.

Der Tōdai-ji Tempel, was soviel wie Tempel des Osten bedeuet, ist ein buddhistischer Tempel. Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57,01 Metern, einer Tiefe von 50,48 Metern und einer Höhe von 48,74 Metern das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt.

Bei dieser Statue im Innern des Hauptgebäudes steht die größte buddhistische Bronzestatue, sie ist 15 Meter (mit Sockel 18 Meter) hoch und 452 Tonnen schwer.

Diese Figuren sind auf der linken ….

…. und auf der rechten Seite jeweils neben dem Buddha.

Diese Wächterfiguren stehen auch auf beiden Seiten, im hinteren Teil der Halle. Einmal links ….

…. und einmal rechts.

Dieses Modell ist im hinteren Teil des Gebäudes, hinter dem Buddha, aufgestellt.

Nach dem Ausgang mache ich noch mal einen kleinen Blick zurück

Links zum Ausgang raus, kommt man erst zu diesem Tor ….

links davor befindet sich, mit dem Tempel im Hintergrund, diese Säule.

Auf dem Rückweg in Richtung Bahnhof wird es schnell ruhiger und man sieht die schön angelegten Wiesen und Flächen.

Kurz vor der Straße komme ich noch an diesem Privathaus, mit einem schön angelegten Innenhof, vorbei.

Hier werden sogar die Autofahrer vor den Hirschen beim Überqueren der Straße gewarnt.

Ich nehme wieder den normalen Linienbus mit dem Ziel Nara Station für wieder 210 Yen.

Dort angekommen, nehme ich den nächsten Zug zurück nach Tokio.

Diesmal muss ich nur 1 Mal, nämlich in Osaka, umsteigen.

Heute habe ich wegen der Busfahrten nur wenige Schritte auf der Uhr und verbringe vor meiner morgen beginnenden Rückreise nach Deutschland den Rest des Tages gemütlich im Hotel.

 

06.10.2018 – Fahrt zum Flughafen Haneda in Tokio

Nachdem ich mir gestern Abend noch die Verbindung für Heute zum Flughafen rausgesucht habe, bin ich schon vor dem Wecker und dementsprechend früh aufgewacht und dann auch aufgestanden. Gepackt hatte ich soweit schon gestern Abend, weshalb ich entsprechend früh mit dem Check-Out fertig war. Als ich raus auf die Straße ging, sah ich das es leicht regnete und lief schnell zur JR Station und riskierte nochmal einen letzten Blick vom Bahnsteig nach unten.

Da ich nun mal schon da war, nahm ich den Local Train in Richtung Osaka um 8:40 Uhr.

Wie schon beim letzten Mal ist es nicht nötig umzusteigen, da der gleiche Zug in Richtung Shin-Osaka (1 Station weiter) fährt.

Nachdem ich mir ja schon ein Ticket im Hikari 462, Abfahrt 9:43 Uhr in Shin-Osaka, reserviert hatte, habe ich mir nochmal anders überlegt.

Ich versuche einfach einen Zug vorher rechtzeitig am Bahnsteig zu sein und bei den nicht reservierten Abteilen zu stehen. Vielleicht bekomme ich ja einen Platz am Fenster, auf der richtigen Seite natürlich, um die letzte Chance auf ein Foto mit dem Mount Fuji zu wahren.

Zu diesem Zweck hatte ich mir den Hikari 514 ausgesucht, der um 9:16 Uhr von Bahnsteig 24 startet.

Ich stand dann auch bei Wagen 3 an 2. Stelle, vor mir eine Dame. Ein Vorteil scheint darüber hinaus zu sein, dass der Zug in Shin-Osaka startet und somit leer zu sein scheint.

15 Minuten vor Abfahrt fuhr der Zug ein und es war so, wie gedacht. Mein Abteil war komplett leer und ich hatte die freie Auswahl.

In Fahrtrichtung rechts waren 3-er Reihen, ich wollte aber auf der anderen Seite am Fenster in einer der 2-er Reihe sitzen. Die Reservierung habe ich jetzt einfach verfallen lassen.

So gegen 10:05 Uhr waren wir kurz vor dem Bahnhof Gifu-Hashima und draußen ist es immer noch grau und trüb. Ab Toyohashi war der Zug dann richtig voll und die Leute mussten draußen im Vorraum bei den Toiletten sogar stehen. Ich bekam dann auch Gesellschaft. Es setzte sich eine Dame wortlos neben mich, die schon vor dem sitzen die Augen zu hatte und wohl schlief.

Mittlerweile wurde es dann draußen immer schöner, je näher wir an den Mount Fuji heran kamen. Leider war es nur vordergründig schön und die Berge im Hintergrund blieben in den Wolken und somit war ich nicht erfolgreich.

Und kurz vor dem Eintreffen in Shingawa wurde es dann richtig schön draußen, leider zu spät für mich.

Ich kam pünktlich, nach fast 550 Kilometern, um 12:03 Uhr am Bahnhof Shingawa an und musste jetzt noch 2 Mal umsteigen, um bis zum Flughafen Haneda zu kommen.

Bis zum Bahnsteig 1 sind es etwa 250 Meter, also keine riesen Entfernung, aber mit dem Gepäck nicht zu verachten.

Es wäre auch direkt zum Flughafen gegangen, aber diese Fahrt wäre nicht im Railpass inkludiert gewesen.

Deshalb nehme ich zunächst die allseits bekannte Yamanote Line, die mich in 2 Stationen zur Endhaltestelle des Monorail, zur Station Hamamatsucho, bringt.

Den Bahnsteig hoch, ist es dann nur ein Katzensprung nach rechts zum Eingang zum Monorail.

Hier geht man durch ein Extra Gate und muss natürlich ein Ticket lösen oder den Railpass vorzeigen.

Ich erreiche den Monorail um 12:14 Uhr, der direkt (1. Haltestelle) zum International Terminal fährt.

Nach genau 13 Minuten ist die Fahrt ohne Zwischenhalt zu Ende und ich orientiere mich in Richtung Departures.

Nach dem Ausgang von der Monorail, will ich noch meine Suica Card checken.

Nach der Historie, die man sich für bis zu den letzten 100 Buchungen anzeigen lassen kann, sind noch 158 Yen auf der Karte. Ich werde die Karte als Andenken mit nach Hause nehmen. Vielleicht komme ich ja auch mal wieder nach Japan, die Karte ist 10 Jahre gültig.

In der Abflughalle ist einiges los, ins Besondere Chinesische Airlines haben gerade Check-In mit langen Schlangen vor den Schaltern.

Mein Flug soll um 16:35 Uhr, als in knapp 4 Stunden, gehen. Der Check-In soll bei L sein und hat natürlich noch nicht begonnen.
Bis zum Öffnen der Schalter werde ich mir die Zeit mit Essen und Computer vertreiben.

 

06.10.2018 – Rückflug nach Deutschland mit Umsteigen in Hanoi

 

Gegen 13:35 Uhr werden die Schalter für den Check-In hergerichtet und ich mache mich auf den Weg nach unten.

Der Bereich oberhalb der Check-In Schalter ist super schön, mit vielen Restaurants, gemacht.

Der Check-In hat noch nicht begonnen und ich muss mich erst mal mit anstellen. Die Damen von den Schaltern machen erst noch eine kurze Lagevesprechung bevor sich alle verneigen und dann die Schalter öffnen.

Es gibt keinen extra Schalter für Premium Economy, lediglich ein Baggage Drop Off Schalter, für Leute, die den Online Check-In vorher gemacht haben.

Ganz vorne steht eine Paar mit 2 kleinen Kindern, die brauchen ewig. Nachdem Ihnen die Merkblätter, mit den Dingen, die man nicht einchecken darf, gezeigt wurden, fangen sie an sämtliche Koffer vor dem Schalter am Boden zu öffnen und umzupacken. Wie gesagt, es dauert gefühlt ewig. Mein Check-In läuft fast problemlos, denn beim Pass einlesen, reisst die Dame fast meine 1. Passseite, die lamienierte, raus. Ich hoffe, die übersteht noch die Passkontrolle bei der Ausreise. Bei der Einreise sehe ich da kein riesen Problem. Und zuhause lasse ich mir die nächsten Woche eh einen neuen Pass machen. Zum Einen läuft er Anfang März 2019 ab und zum Anderen sind fast alle Seiten voll. Ich frage die Dame noch, wie das bei den Sachen ist, die man zollfrei gekauft hat. Sie sagt, kein Problem mit einzuchecken. Zwischen Securitycheck und Passkontrolle kommt der Customs (Zoll) Schalter. Dort muss man nur den Zettel aus dem Pass abgeben, die gekauften Sachen will dort Niemand sehen. Es ist jetzt kurz vor 14 Uhr und zwischenzeitlich hat sich beim Economy Class Check-In einiges an Menschen angesammelt.

Ich gehe direkt zum Ausreisegate, da ich nicht weiß wieviel an der Security heute los ist.

Und nichts ist los, Niemand vor mir, keine Wartezeiten und ich kann direkt durchlaufen und komme an den Customs Schalter. Die Dame dort macht nur den Zettel aus meinem Pass, der mit Tesafilm eingeklebt war. Die gekauften Sachen will tatsächlich Niemand sehen. Wie absurd!

Auch an der Passkontrolle ist eine Person vor mir, so dass es quasi keine Wartezeit bedeutet.

Der Code des Einreiseaufklebers wird eingescannt und dann bekomme ich schon den Ausreisestempel, keine Bilder, keine Fingerabdrücke, gar nichts.

Bis zum Abflug sind es noch mehr als 2 Stunden und deshalb mache ich es mir hier, nicht weit weg von Gate 144, wo mein Flug starten soll, entfernt.

Auf dem Weg zum Gate komme ich an der Warteposition meines Fliegers vorbei.

Wie auf dem Hinflug schon, wird die Strecke Tokio nach Hanoi mit einem Airbus A350 geflogen.

Irgendwann wird als Boarding Zeit 16:00 Uhr für meinen Flug VN385 angezeigt. Und Punkt 16:00 Uhr geht es auch los. Erst Passagiere mit Kleinkindern, Schwangere usw., dann Business Class und Premium Economy.

Hier sitze ich wieder auf Platz 11A, der gleiche Sitz, wie beim Hinflug.

Die Premium Economy ist hier wieder 2-4-2 bestuhlt und die Plätze bleiben etwa zur Hälfte leer. Auch ich sitze ohne Nachbarn in meiner 2-er Reihe am Fenster.

Neben uns steht eine Maschine der Cathay Pacific, eine Airline aus Hong Kong, die einen wirklich guten Namen hat.

Noch vor dem Start wird ein feuchtes Tuch gereicht und es werden Getränke, Saft oder Wasser serviert. Als wir abheben, hebt parallel zu uns auf einer weiteren Start-/Landebahn eine zweite Maschine ab.

Ich kann nicht erkennen von welcher Airline die Maschine ist, ich sehe nur den Star Alliance Aufkleber.

Relativ bald nach dem Start werden die Speise-/Getränkekarten ausgeteilt. Erst gibt es eine Tüte mit einer Nussmischung und Getränke nach Wahl. Kurze Zeit danach wird dann auch das Essen serviert.

Ich habe mich für das Western/Asian Menu entschieden und ich muss sagen, dass alles super lecker geschmeckt hat. Super gewürzt, nicht fade und der Salat mit den Meeresfrüchten war geschmacklich eine Wucht.

Wir fliegen zwar der Zeit entgegen, aber es wird schon dunkel. In Vietnam herrscht nur noch 5 Stunden (im Winter 6) Zeitunterschied zu Deutschland, so dass ich im Vergleich zu Japan schon mal wieder 2 Stunden gut mache.

Bei stockdunkler Nacht und bei 29 Grad Celsius setzen wir auf der Landebahn des Flughafens Noi Bai in Hanoi um 19:20 Uhr, nach einer Flugzeit von 4:45 Stunden, auf. Ich komme schnell aus dem Flieger und gehe zunächst wieder bis fast zur Passkontrolle. Dort geht es dann in den Transferbereich und es beginnt das gleiche Prozedere wie beim Hinflug. Pass und Ticket vorzeigen, dann einen Stock höher und vor der Security nochmal Pass und Ticket vorzeigen. Dann Security mit Schuhe ausziehen und …. geschafft. Erst mal wieder Toilette besuchen und dann in den Duty-Free-Laden und eine Stange Zigaretten zum Mitbringen für 22.- US$ (ca. 19.- Euro) kaufen. Jetzt habe ich noch über 3 Stunden Zeit, denn mein Flug VN37 nach Frankfurt geht erst um 23:00 Uhr.

Das Boarding Gate ist schon angezeigt und es wird Gate 30 sein.

Meine Bordkarte für diesen Flug habe ich ja schon in Tokio ausgehändigt bekommen. Hiernach soll das Boarding um 22:10 Uhr beginnen.

Diesmal sitze ich auf der anderen Seite am Fenster, allerdings auch in Reihe 11, also 11K. Als ich auf meinen Platz komme, sitzt da ein Vietnamese. Nachdem ich drauf bestehe wechselt er auf den Gangplatz. Mit diesem Typ habe ich keinen guten Flug. Ich sage dazu nur, Handynutzung mit komischer lauter Musik, Fingernägel klippsen neben mir sitzend und (was sein Problem war) er war während des gesamten Fluges nicht eine Sekunde angeschnallt. Ansonsten habe ich von den 11 1/2 Stunden Flugzeit einige Stunden schlafen können. Es war schon in der Boeing 787 Dreamliner schon deutlich bequemer als im Airbus A350. Kurz vor halb 6 setzten wir in Frankfurt/Main auf. 5:50 Uhr kommt mein Rucksack, als eines der ersten Gepäckstücke.

Als ich meinen QR-Code aus der App an das Lesegerät am Parkhaus halte, ist der Trip auch schon wieder fast beendet.

Ich mache mich über die Autobahn auf den Heimweg und hoffe ihr hattet etwas Spaß beim lesen und habt ein paar gute Informationen erhalten.

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